Und wieder viele Tote bei einem Busunfall zu beklagen


Laut vielen Meldungen, sollen bis zu 16 Menschen bei einem Busunfall in Italien getötet worden sein. Unser Mitgefühl und Anteilnahme für die Hinterbliebenen möchten wir hiermit zum Ausdruck bringen und gleichzeitig die noch offene Frage – wie es dazu kommen konnte – stellen. Technischer Defekt … bis hin zum gefürchteten Sekundenschlaf … es kommen wohl noch einige andere Ursachen in Frage, jedoch laut Meldung, sollen weitere Fahrzeuge nicht in den Unfall verwickelt gewesen sein.

Genaueres zum Unfall: KLICK

Ein Leser kommentierte die Unfallursache:

Unfallursache menschliches Versagen (Sekundenschlaf)? – Nein, es sind die immer krimineller werden Arbeitsbedingungen, unter denen gefahren werden muss! Quelle

Und steht mit dieser Meinung nicht völlig alleine da, denn auch der Sozialticker ist gerade bei manchen Fernreisen in Bussen sprachlos, wie dort mit den Bedingungen umgegangen wird, unter denen die Fahrer im Einsatz sind. Gesetze sind eine Sache, aber die Fahrtüchtigkeit an sich, kann man nicht an einem Gesetz festmachen und im Vergleich zum großenteils automatisierten Flugverkehr, können die Piloten der Autobahn keinen technischen Helfer einschalten und „Kaffee trinken“ gehen. Nein, sie sind mitten im „Wahnsinn-Strasse-Dauerstress“ und müssen oft bis zu 20 Stunden am Tag zu 100% funktionieren – FEHLERFREI !!!

Auch der Einsatz von mehreren Fahrern, ändert nichts an der Situation, dass beide/mehrere Fahrer sich nicht immer in gleicher Verfassung befinden. Dies kennt jeder an sich selbst und hinzukommend noch der Druck, mehrere Stunden monotone Kilometer „abzuspulen“, weil es keine Alternativen gibt – ohne gegen das Gesetz verstoßen zu müssen. Flexibilität unter anwesenden Fahrern = 0,00 NIX – es zählt gnadenlos nur die Fahrerkarte !!! Digitalisierung vs. menschlichem Wesen.

Gerade in Deutschland, ist die Gesetzgebung für Busfahrer nicht mit der Realität verknüpft worden. Auch im Güterkraftverkehr stellt das Gesetz sich gegen die Fahrer, statt den „Brummikutschern“ unter die Arme zu greifen und eine sichere Fracht von Mensch und Maschine zu ermöglichen. Selbst wenn man nur ein Zehntel des Aufwandes betreiben würde, welchen man bei den Piloten der Lüfte macht, könnten unzählige Menschen vor dem plötzlichen „Bustot“ gerettet werden. Aber auch das Thema, welches die „Luftakrobaten“ nicht haben, ist die „Dummheit von Dritten“, welche in einem Bus nicht die Menschen erkennen, sondern nur in Gesamtheit ein vor sich her fahrendes Übel. Welches Leid und Elend damit verbunden sein kann, wird denen erst dann bewusst, wenn das „Übel“ in solchen Schreckensmeldungen enden.

Über dieses Thema könnten noch unzählige Zeilen vergeudet werden, es ändert sich leider nichts am Gedanken einer Veränderung zur Sicherheit und so werden auch in Zukunft weitere Opfer zu beklagen sein, die vermeidbar gewesen wären.

Mögen sich nicht noch weitere Tote aus dem Unfall ergeben – wir trauern mit euch … Sozialticker

21. Januar 2017

2 Kommentare

  1. Schrecklicher Unfall

    Auch mein Beileid den Hinterbliebenen und nicht wie die Politprominenz, die sich untereinander mit Beileidsbekundungen selbst beweihräuchern ohne die Opfer erwähnend zu gedenken.

  2. A9 – die Frage, seit wann der Busfahrer schon auf den Beinen steht wird nicht gestellt und auch nicht, wie es sein kann, dass solche Unternehmen Betriebszulassungen bekommen, wenn deren Produkte um Nuh in Flammen stehen. Gibt es da eine Lobby der Bushersteller die auch am Kaffeekranzchen teilhaben?

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