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Zum Schulanfang: Diakonie sieht Ausgrenzung von Schülern durch Hartz IV
Hannover. Die Diakonie sieht Schülerinnen und Schüler, die Hartz IV erhalten, um die Chancengleichheit im Bildungsbereich betrogen. Die Mitarbeitenden der Diakonischen Werke in der Landeskirche Hannovers müssen besonders zum Schulanfang feststellen, dass Kinder und Jugendliche nicht über genügend Mittel verfügen, um Schulutensilien, Kopiergeld, Taschenrechner sowie Fahrtkosten selbst zu tragen. Es gebe deshalb immer mehr Anfragen auf Unterstützung bei den Diakonischen Werken.
Die Diakonie der Region Lüneburg hat deshalb eine Petition an den Niedersächsischen Landtag und den Deutschen Bundestag gerichtet, um auf diesen Missstand hinzuweisen. “Aufgrund unserer Beratungstätigkeit erleben wir mehr und mehr die Situation, dass gerade Kinder und Jugendliche aufgrund der fehlenden materiellen Möglichkeiten Ausgrenzung erleben”, heißt es dort. Zwar sollen mit dem Sozialgeld in Höhe von 208 Euro (bis einschließlich 14 Jahre) oder 278 Euro (ab 14 Jahre) Nahrung, Kleidung, Strom und alles Weitere bezahlt werden, doch für die Schulbildung sei nichts vorgesehen. Die Leihgebühr für Schulbücher übernimmt die Kommune, jedoch nicht die Kosten für Arbeitshefte, Schultüte und Schulranzen etc., die die Diakonie auf über 100 Euro schätzt.
Besonders problematisch sei auch die Situation für Schüler in der gymnasialen Oberstufe, den berufsbildenden Schulen und Fachschulen. Dort gebe es in der Regel keine Schulbuchausleihe mehr und auch die Schulbeförderung müsse selbst gezahlt werden.
Die Diakonie appelliert deshalb an die Politik, die Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche aller Bevölkerungsschichten zu gewährleisten: “Materielle Armut darf kein Hinderungsgrund für eine persönlich angemessene Bildung sein” - so die Petition.
Quelle und weiterführende Informationen: Pressestelle des Diakonischen Werkes der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
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