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Samstag, der 10. Januar 2009 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Umverteilung von unten nach oben geht weiter

Bild: Bundestagsfraktion DIE LINKE im Bundestag“Der Kompromiss der Großen Koalition zur Erbschaftssteuer ist eine Fortsetzung der Umverteilungspolitik von unten nach oben”, erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Oskar Lafontaine. Lafontaine weiter:

“Wie keine andere Steuer ist die Erbschaftssteuer dazu geeignet, Fehlentwicklungen in der Einkommens- und Vermögensbildung zu korrigieren. Die Regierung Merkel hat es erneut versäumt, die sich immer weiter öffnende Schere bei der Einkommens- und Vermögensverteilung wenigstens ein Stück weit zu schließen. Seit vielen Jahren sinken oder stagnieren Reallöhne, Renten und soziale Leistungen. Der jährliche Reichtumszuwachs der Volkswirtschaft kommt seitdem allein den Beziehern von Gewinn- und Vermögenseinkommen zu Gute.

70 Prozent aller Bundesbürger haben praktisch kein Vermögen: kein Geld, keine Aktien, keine Immobilien. Offensichtlich haben CDU/CSU und SPD – nachdem sie bereits die Vermögenssteuer ausgesetzt haben und trotz des durch den Konjunktureinbruch drohenden Anstiegs der Arbeitslosigkeit – dennoch keine größere Sorge, die steuerliche Belastung der Vermögenden 30 Prozent der Bevölkerung weiter zu senken.

Die einzig denkbare Erklärung dafür: Hoffnungsfroh wartet die Große Koalition auf Wahlkampfspenden der vielen „Langzeitarbeitslosen“, die sich auch weiterhin auf ihren ererbten Milliarden ausruhen wollen.

Dabei wäre es ein Leichtes, die ungerechte Vermögensverteilung zu korrigieren. Unternehmen sollten dann von der Erbschaftssteuer befreit werden, wenn sie die Belegschaft in Höhe der zu bezahlenden Erbschaftssteuer am Betriebsvermögen beteiligen.”

Wuelle: DIE LINKEN im Bundestag

Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein   am: 8. November 2008 um 12:33 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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2 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von Milda am Samstag, 8.11.2008.

Früher haben 3 oder 4 Familien in einer Wohnung gewohnt .
So kommt es heute auch. Die Deppen haben kämpfen um ihr Recht nicht gelernt aber den Mund immer voll.


2. ... Kommentar von alex am Samstag, 8.11.2008.

Im TV lief einmal eine interessante Reportage über den “Wohungsmangel” in den japanischen Großstädten - dort gibt es Wohnhäuser, in denen kann sich der Japaner nicht ein kleines Zimmer mieten, sondern einen Käfig in einem Zimmer, in denen die Käfige aufeinandergestapelt stehen. Dort hat man dann nur noch Platz für eine Matratze und dass Zimmer kann man sich dann ganz intim mit vielen anderen Zeilen, die sich ebenfalls einen Käfig gemietet haben. Dieses Szenario erinnerte mich an unsere Tierheime, wobei die Käfige der Tiere größer sind.

Diejenigen, die sich dort einmieten sind nicht etwa Arbeitslose oder Obdachlose, sondern ganz normal arbeitende Menschen, die 10 bis 12 Stunden am Tag einer geregelten Beschäftigung nachgehen. Die Mieten in den jap. Großstädten sind jedoch in den vergangenen Jahren förmlich explodiert.

Daneben stehen dann riesige Wohntürme mit “Luxuswohnungen”, die komplett leer sind, da die Mieten viel zu teuer sind, als dass sich diese ein Normalverdiener leisten könnte. “Trotzdem” werden weitere solcher Wohntürme mit “Luxuswohnungen” gebaut, die dann auch wieder leer stehen und als Abschreibungsobjekte dienen.

Man merke:
Auf dieser Erde herrscht nicht wirklich Mangel an irgendetwas - weder an Nahrung, noch an Obdach, noch an Erdöl, noch an Arbeit. Dieser Mangel wird aber künstlich von den obereren Zehntausend erzeugt um dadurch die Menschen in ein Sklavendasein zu zwingen. Wer dieses perfide System nicht durchschaut hat, versteht auch nicht, wieso die Reichen immer mehr entlastet werden.

Aber wie heisst es so schön - niemand ist so blind, wie jemand, der nicht sehen möchte. Und die meisten Menschen stecken lieber den Kopf in den Sand, solange es sie noch nicht selber betrifft, solange es ihnen noch einigermaßen “gut” geht. Die meisten wachen erst dann auf, wenn sie selbst zu den Opfern dieses perfieden Wirtschaftssystems werden - doch dann ist es auch meistens schon zu spät.


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