U 25 - bringt junge Menschen in die Obdachlosigkeit
Der Gesetzgeber hat es nun vollzogen und die Jugend leidet darunter. U 25 … so heißt es lapidar in den Büchern und ist ein gravierender Einschnitt in die Rechte und Lebensweisen flügger Kinder, welche sich ein eigenes Leben aufbauen möchten, es aber gesetzlich nicht dürfen. Und so hausen Alt und Jung unter einem Dach und beengen sich täglich mit neuen Auseinandersetzungen bis hin zum Streit und Handgreiflichkeiten.
Die Zahl der Fälle ist enorm und vielfach landen solche Schicksale in den Ubahnschächten, unter Brücken oder beim Verein “Dach über dem Kopf e.V.” in Lünen. Endstation von vielen Jugendlichen, welche von der Gesellschaft und den Eltern im Stich gelassen wurden und ein neues Zuhause suchen.
Gemischte Gefühle, Dank und Anerkennung, sowie Zorn macht sich beim Anblick der ca. 30 Betten breit.
- Zorn - weil im Jahre 2007 es in Deutschland immer noch Menschen gibt, welche kein eigenes Bett besitzen, verhungern und von den Verantwortlichen totgeschwiegen in Vergessenheit geraten sollen.
- Dank - das es solche Einrichtungen gibt, welche den Menschen ein Dach über dem Kopf geben, denen die Dächer seit Hartz IV demontiert wurden und zum Abfall der Gesellschaft geworden sind.
- Gemischte Gefühle - die machen sich breit, wenn man die Situation näher beleuchtet und zu der es keine Zukunftsperspektiven mehr gibt, denn die soziale Lage verschärft sich mit den sinnlosen Ausgaben bei der ALG II Verwaltung.
Der Verein “Dach über dem Kopf e.V.” hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Situation obdachloser Menschen in Lünen zu verbessern. Er verfolgt dabei ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke, indem er sich für die Schaffung von menschenwürdigen Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose einsetzt. Die Zuständigkeit der Stadt Lünen wird durch die Arbeit des Vereins nicht eingeschränkt, sondern unterstützt. Schöner wäre es jedoch, wenn die Sicherstellung eines gesicherten Überlebens in diesem Lande zur Aufgabe von Politik und Wirtschaft gemacht werden würde, statt auf Einrichtungen zu vertrauen, welche sich aus der Not zur Tugend entwickeln.
Die U25 Regelung sollte daher schnellstens aus den Gesetzbüchern verbannt werden, um den jungen Menschen ein Start in die Zukunft zu ermöglichen und nicht die Obdachlosigkeit, als Alternative verankert zu lassen. Nicht mal im Tierreich sind solche Gesetze zu finden, aber wie Tiere werden die Menschen schon behandelt … und dabei ist es egal, wie alt dieser ist - Mensch bleibt Mensch, nur menschlich betrachtet, ist die U25 Regelung die größte Sauerei aus dem Hause der Regierungsverantwortlichkeit.
Startseite - Veroeffentlicht von: Steinbock am: 21. Mai 2007 um 10:01 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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