Unerwünschte Werbe-E-Mails

Sie sind recht harmlos und verstopfen lediglich das E-Mail-Postfach, ob es nun Werbung für Treppenlifte oder Rabattangebote für Shopping-Seiten sind. Meist ist im beim Online-Shopping das Häkchen für „Newsletter“ automatisch aktiviert und man erklärt sich damit einverstanden. Unverlangt zugeschickte Werbe-Mails hingegen sind unzulässig. Tipp: Einfach löschen und ggf. dem Unternehmen per Brief mitteilen, dass man keine Werbe-Mails mehr erhalten möchte.

E-Mails mit Rechnungen und Anhängen

‚Wir geben Ihnen hiermit letztmalig die Chance, Ihre Rechnung zu begleichen.‘ Ein Standardsatz aus E-Mails, die eine vermeintliche Rechnung beinhalten. Manchmal ist auch die komplette Adresse der Verbraucher samt Mobiltelefonnummer aufgeführt, um die Echtheit zu untermauern. Im Anhang versteckt sich meist eine .zip-, .exe- oder getarnte .pdf-Datei, die Viren bzw. Trojaner auf den Computer schleust. Hier gilt: Keinesfalls öffnen und sofort löschen.

Angebote zur Vermeidung von Spam-Mails

Verbrauchern wird versprochen, dass deren Postfach zu 100 Prozent frei von Werbemails sein kann, wenn sie nur das vorliegende Angebot abschließen. „Das ist sehr unseriös und dient nur dazu Daten abzugreifen oder Verbraucher in eine Kostenfalle zu locken“, so Ralf Reichertz, Verbraucherzentrale Thüringen.

Phishing-Mails zur Datenaktualisierung

‚Unsere Sicherheitsstandards haben sich geändert‘ oder ‚Ihr Konto wurde gesperrt‘ heißt es oft in erstaunlich offiziell aussehenden Spam-Mails von Banken, Bezahldiensten oder anderen Seiten. Der Empfänger muss nur auf einen Link klicken, die Überweisungs-TANs oder andere private Daten eingeben, um das Konto wieder zu entsperren bzw. die Änderungen zu bestätigen. „So echt die E-Mails auch wirken mögen: Es sind Phishing-Mails um empfindliche Daten abzugreifen oder Geld vom Konto abzubuchen“, so Reichertz.

Wie lässt sich Spam vermeiden?

Geben Sie nirgends unüberlegt ihre Kontaktdaten an, z.B. bei Gewinnspielen. Keine E-Mails öffnen, deren Versprechungen zu schön sind um wahr zu sein. Am besten zwei E-Mail-Adressen, eine für private Schreiben und eine für Soziale Netzwerke, Online-Shopping und andere Anmeldeseiten. Ein aktuelles Virenschutzprogramm sowie ggf. ein Anti-Spam-Filter sind ebenfalls empfehlenswert.

Quelle: Presse Verbraucherzentrale Thüringen e.V.

9. Februar 2017