Telekom-Skandal: Verbindliche Regeln für Corporate Governance nötig
Zu den laufenden Ermittlungen bei der Telekom erklärt Kerstin Andreae, wirtschaftspolitische Sprecherin:
Verbindliche Grundsätze für gute Unternehmensführung, für Corporate Governance, sind dringlicher denn je. Gerade viele Unternehmen, die vor wirtschaftlichen Problemen stehen, setzen den Corporate-Governance-Kodex nicht voll um. Das ist fatal: Von fehlender Transparenz in der Unternehmensführung ist es nur ein kleiner Schritt zu strafbaren Handlungen. Der Korruptionsskandal bei Siemens, die Mitarbeiterüberwachung bei Lidl und die nachrichtendienstliche Arbeitsweise von Telekom-Verantwortlichen sind da nur die krassesten Auswüchse.
Wenn Ex-Monopolisten mit gewaltiger Marktmacht zu solchen Mitteln greifen, schlägt das insgesamt negativ auf den Wirtschaftsstandort zurück. Der Staat muss hier für verbindliche Regeln sorgen, sie gehören zu einer wettbewerbsorientierten Politik unabdingbar dazu.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein am: 2. Juni 2008 um 12:01 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
Druckversion:
|
Bookmark Buttons:
Kommentar oder Frage? Hier veroeffentlichen!Weitere Beiträge zu diesem Themengebiet:
- Neues Datenschutzrecht statt folgenloser Empörung
- Trotz Stellenabbau tausende Lehrstellen frei bei der Telekom
- DGB begrüßt Müntefering-Vorschlag zu Maximallöhnen
- Müntefering sagt offenbar Nein zur Deutschen Telekom
- FDP: Telekom weigert sich Rentenbeiträge zu zahlen
- Beabsichtigte Schließung von Telekom-Call-Centern unter der Lupe
- Keine Erfüllung des Beschäftigungsanspruchs durch Verpflichtung des Beamten zur Bewerbung






