Taube Politiker verstehen nur die Sprache des Wahlzettels
Am Wahldebakel der hessischen CDU hatte die verfehlte Bildungspolitik der Landesregierung (z.B. die rücksichtslose Einführung des Turbo/G8-Gymnasiums) einen gehörigen Anteil (vgl. HBF 2008). Seither ist die “Lernbereitschaft” der Regierungen in den Ländern deutlich gestiegen. Das lässt sich derzeit exemplarisch in Bayern verfolgen.
Auch hier hatte das Stoiber-geführte Kabinett seine technokratischen Bildungsvisionen, insbesondere das politisch angesagte G8-Gymnasium, überfallartig eingeführt. Dank unzureichender Vorbereitung und fehlender Rücksprache mit den betroffenen Eltern, Kindern und Lehrern gestaltet sich die “Reform” zu einem Schrecken ohne Ende (HPL).
Glücklicherweise hatten die Eltern und interessierte Bürger kürzlich bei der Kommunalwahl die Gelegenheit, ihre Meinung auch zu dieser obrigkeitsstaatlichen Bildungspolitik kund zu tun. Das Ergebnis war derart unmissverständlich, dass die Landesregierung der anstehenden Landtagswahl im Herbst mit mehr als gemischten Gefühlen entgegensieht. Und plötzlich sucht sie den lange Zeit für entbehrlich gehaltenen “intensiven Dialog” mit der Elternschaft (HPL). Tatsächlich scheint er für die Eltern und betroffenen Schüler sehr fruchtbar zu verlaufen: Der Bildungsminister hat sich in einem Interview zu Wort gemeldet und grössere Korrekturen zur Humanisierung des Turbolernens angekündigt (HPL).
Selbst Bundesbildungsministerin, die für die ähnlich “erfolgreiche” G-8-Variante in Baden-Württemberg verantwortlich ist, redet jetzt Korrekturen des “Reformgynasiums” das Wort (HPL).
Die politische Methode - Regierungslernen nach Wählerohrfeige - kann sich unser Land freilich schon längst nicht mehr leisten.
Quelle: Pressemeldung HBF
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