Statistikspiele mit handfesten Folgen
Reallohndebatte und Kinderarmut: Statistikspiele mit handfesten Folgen
Nach dem BILD-Aufreger von “Netto-Lohn-Skandal” (HBF 25.09.07) haben sich bei den Redaktionen die Tücken der Statistik etwas herumgesprochen. Einzelne Medien meinen nun das glatte Gegenteil behaupten zu müssen. Andere wiederum berichten nach einem differenzierteren Blick auf die Statistik nun von einem weiteren Polarisierungstrend in unserer Gesellschaft. Es wächst nicht nur die Kluft zwischen Unternehmens/Vermögenseinkommen und Einkommen aus Erwerbstätigkeit; tendenziell vergrößert sich auch die Kluft innerhalb der Erwerbstätigen. Daher gibt die durchschnittliche Einkommenstatistik immer weniger Auskunft über die tatsächlichen Einkommensverhältnisse.
Dennoch bildet diese verzerrte Statistik die Grundlage zur Berechnung von sozialstaatlichen Transferleistungen wie der Rente, der Sozialhilfe oder der Hartz-IV-Leistungen. Damit wird ein weiterer Faktor (HBF 2004) dafür erkennbar, daß die davon abhängigen Familien wirtschaftlich und damit auch in Sachen “soziokultureller Teilhabe” immer weiter zurückfallen
Quelle: Heidelberger Büro für Familienfragen und Soziale Sicherheit
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