Staatsversagen Artikel 14 Grundgesetz


Was macht man, wenn man Wohnblöcke besitzt und ca. 350 Bewohner zappeln lässt? Richtig, man lässt zudem Ämter und Behörden agieren, um bei denen das holen zu wollen, was diese wohl schon – oder auch nicht – bezahlt bekommen haben. Indirekte Erpressung könnte man es vielleicht wohl auch nennen. Und da man ja am zuschraubenden „Hebel“ sitzt, interessiert es auch nicht, wie es denen geht, die eventuell für etwas bezahlt, aber nun nicht mehr geliefert bekommen haben. Es ist echt zu verwirrt und verzwickt, aber alles in Deutschland möglich … nun ist der Leser sicherlich neugierig und gespannt – oder?

Hier kommt des Rätsels Lösung: KLICK

Für Nichtklicker … ein kleiner Textauszug:

„Weil die Eigentümergemeinschaft Rechnungen in Höhe von 185.000 Euro bei den Stadtwerken Delmenhorst (SWD) nicht bezahlt habe, sehe sich die Stadt zu dem drastischen Schritt gezwungen. Die Leidtragenden sind die 350 Bewohner: Sie müssen sich über eine provisorische Zapfanlage an einem Hydranten selbst mit Wasser versorgen. Vor den Gebäuden sollten zudem mobile Toiletten aufgestellt werden. Wie lange das Wasser abgestellt bleibt, ist unklar. Die Stadt nennt als Zeitraum „bis auf Weiteres“. In zwei Wochen wollen die Stadtwerke zudem das Gas abstellen.“

Quelle: NDR

Und da sagte doch mal eine, in Deutschland geht es den Leuten prächtig – jupp … ganz besonders in Delmenhorst und ihrer Stadtverwaltung und dem Spruch: „Eine radikale Maßnahme ohne Alternativen“ – und schwubbdiwupp ist studiertes Wissen um den Artikel 14 auch gleich schnell mit beseitigt worden.

Fazit Sozialticker – Wasser weg, Gas weg, bald auch die Mieter weg … ach ist das ein herrlich ruhiges Fleckchen Erde … da sollte man doch glatt ein nobles Haus errichten – oder?

29. April 2017

2 Kommentare

  1. Der Witz wird noch besser wenn man bedenkt, dass die Stadtwerke das Wasser im Haus abdrehen und gleichzeitig draußen ein Hydranten zur Wasserentnahme einrichteten. Mal doof gefragt: Warum lassen sie das Wasser nicht gleich wieder in den Hausverteiler laufen und drehen den Hahn auf? 🙂

  2. Sozialticker

    11. April 2017 um 13:58

    Es geht weiter – das nächste Amt zeigt auf, wie toll doch asoziale Systeme funktionieren:

    „Nun hat das Jobcenter auf Anweisung der Stadtverwaltung den bedürftigen Bewohnern einen Teil der Unterstützung gestrichen – nämlich das Geld für Miete und Nebenkosten.“

    Quelle: NDR

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