Der Spruch des Tages … trägt den straffrei gelagerten Fakt der Wegelagerei, welche hofiert – sich bald in die Hirne von „listigen Speichelleckern“ bohrt und wie folgt nur nebensächlich erwähnt werden könnte:

„ Ein Vorschlag, der hinter dem Vorhang in Europa geflüstert wird, besteht darin, eine Steuer auf die Abhebung des eigenen Geldes von einem Geldautomaten zu erheben.“

Quelle: Armstrongeconomics

Um es bildlich etwas besser darzustellen:

– da geht also ein sanktionsbedrohter Billiglöhner, sicherlich vermittelt übers Jobcenter und einer „gutmenschartig angelegten Leih- bzw. Sklavenbude“ in einem damit staatlich hochsubventionierten Betrieb eines ambitionierten Golfspielers (nennen wir ihn Herrn A) schindern,
– wo der Tag weniger Stunden hat, als die Arbeit, welche überhaupt darin zu schaffen wäre,
– wo der Stundensatz aufgestockt geringer ausfällt, was in Summe zum eigenen Überleben schon seit langem nicht mehr ausreicht und ergänzend um Hartz IV gebettelt werden muss,
– in einer Arbeit, wo es jahrelang schon keine geldgefüllten Lohntüten mehr gibt und Bares in der Liga mitleidend müde belächelt wird,
– wo er monatsendlich voller Stolz einen Zettel in den Händen hält mit gleicher Wirkung einer Zwiebelpelle,
– wo ihm eine Pflegeversicherung abgezogen wird, die er selber nie erleben wird,
– wo ihm eine Arbeitslosenversicherung entzogen wird, obwohl er diese selber benötigen könnte,
– wo ihm irgendwelche Sektengelder in Abzug gebracht wurden, weil Fremde seit 2000 Jahren mit Frauenkleider hinter jedem herrennen und bei denen wohl die Reinigungskosten in Rechnung stellen wollen, die sich nicht mehr verstecken konnten,
– wo ihm weitere Gelder entzogen wurden, nur weil der Zettel den inzwischen zwiebelverheulten Aufdruck „LOHN“ enthält, wo es doch besser und zutreffender: „LOHNT SICH NICHT“ heißen müsste …

… und dann geht dieser „Personal-Bürger“ – bereits um ein Drittel seines Knochenabriebes schon erleichtert – zu seinem hart verdienten – ihm bekannten Geldaufenthaltsort, da er ja seine Taler nicht mehr dort bekommt, wo er es eigentlich erwartet hätte … nein, er muss den Weg zu einem anderen Haus (zum Herrn B) einschlagen, wo dann obendrein schlussendlich eine schallend lachende „Rollende 0“ (wie ein ovaler Smiley) auf dem Bildschirm grinsend ihm offeriert: „Du komms hier ned ran … es sei denn, du zahlst Schutzgeld, Wegegeld, Steuern“ – oder wie immer man diese zwischengelagerte Abzocke bezeichnen möchte.

Und was macht der pöbeldurchzogene Bittsteller? –→ ER ZAHLT WILLIG … weil

1. hat er eh keine Chance sonst an seine Kohle zu kommen und
2. hat er ja diese Vorgehensweise mit einem Kreuz (alle 4 Jahre) selbst gewählt
3. er doch so gern beim Spiel der Herren A und B im PAY-TV zuschauen möchte

Tollen Tag im Tollhaus … wünscht der Sozialticker

2. Juni 2017