Sozialämter in den Gemeinden sind notwendig
Deutliche Kritik am Regionalverband wegen mangelnder Bürgernähe
DIE LINKE. Kreisverband Saarbrücken hat deutliche Kritik an der Sozialamtspolitik des Regionalverbandes geäußert. Ganz im Gegensatz zu den Grünen, sprechen sich die LINKEN eindeutig für eine bürgernahe Sozialverwaltung aus. Dies gelte, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Manfred Klasen, insbesondere für die Betreuung von Grundsicherungsbeziehern im Alter und bei Behinderung.
Menschen im arbeitsfähigen Alter würden an sieben Stellen im Regionalverband relativ dezentral durch die Argen betreut. Dies sei richtig und notwendig. Dass aber gerade alte und behinderte Menschen im Wesentlichen durch eine zentrale Stelle im Saarbrücker Schloss betreut werden sollten, sei „ziemlich absurd“. Gerade diejenigen, die am wenigsten mobil sind, seien am stärksten auf Ansprechpartner in den Gemeinden angewiesen. Gelegentliche Sprechstunden seien nicht ausreichend, auch ein ambulanter Dienst könne die Lücke nicht schließen.
Man stelle sich vor, eine alte oder behinderte Hilfebezieherin wolle Widerspruch gegen einen Bescheid des Grundsicherungsamtes zur Niederschrift einlegen. Dann müsse sie entweder den beschwerlichen Weg zum Saarbrücker Schloss antreten, verbunden mit Fahrtkosten, oder aber auf den Außendienst vertrauen. Für die Wahrung von Einspruchsfristen wäre es notwendig, dass der Außendienst rechtzeitig tätig würde. Dass hier in der Praxis Probleme auftreten werden, die letztlich die Rechte der Leistungsbezieher einschränkten, sei mehr als wahrscheinlich.
Von daher müsse der Regionalverband erkennen, dass die Betreuung von alten und behinderten Menschen sinnvoller Weise und effektiv nur vor Ort geleistet werden könne. Die mit der Zentralisierung angestrebte Kosteneinsparung ging voll zu Lasten von Menschen, die sich kaum wehren könnten. Das sei unsoziale Politik, so DIE LINKE.
Quelle: DIE LINKE. Kreisverband Saarbrücken
Startseite - Veroeffentlicht von: Sozialticker am: 14. Juli 2008 um 7:30 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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