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Sommer: Ludwig Erhard würde sich im Grabe umdrehen

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer hat die Äußerungen von Kanzlerin Angela Merkel zum Mindestlohn scharf kritisiert.

“Ludwig Erhard würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, dass Menschen Vollzeit arbeiten und davon nicht leben können. Dass die Kanzlerin den Zustand auch noch verteidigt, dass der Staat drauflegen soll, was die Wirtschaft nicht bereit ist zu zahlen, hat mit sozialer Marktwirtschaft überhaupt nichts zu tun.”

Außerdem versuche die Kanzlerin den Eindruck zu erwecken, Mindestlöhne vernichteten Arbeitsplätze. „20 von 27 Staaten in der EU haben Mindestlöhne und das hat nirgendwo Arbeitsplätze gekostet. Kanzlerin Merkel sollte die Menschen mit ihren haltlosen Behauptungen nicht noch mehr verunsichern.”

Quelle: Pressemeldung DGB

Startseite - Veroeffentlicht von: Steinbock   am: 15. Juni 2008 um 9:33 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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  3 Kommentare / Fragen veroeffentlicht


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3 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von ich-bins am Mittwoch, 18.6.2008.

Frau Merkel hat das politische Denken der DDR nicht abgelegt, sondern uns ins Nest gelegt. Mindestlöhne sind in diesem Denksystem nicht vorgesehen. Leider!


2. ... Kommentar von Steinbock am Mittwoch, 18.6.2008.

Das müssen Sie uns nun aber genauer erklären.

- Was hat die DDR mit Mindestlohn zu tun?
- Welches Denken wäre politisches DDR Denken?
- Wer hat Frau Merkel ins Nest gelegt?

Wäre schön, wenn diese Fragen erst beantwortet werden, damit wir Ihnen geistig folgen können.


3. ... Kommentar von Martin Obenaus am Mittwoch, 18.6.2008.

Dazu möchte ich auch mal meinen Senf abgeben!

Seit nahezu 15 Jahren habe ich mich mit diesem Problem Ost/West- Denkens
beschäftigt. Mindestlöhne gehören grundsätzlich auf den Tisch in Berlin. Die DDR hat sich einen wesentlichen Luxus gegönnt: Man war sozialer eingestellt, so hatte jeder Bürger eine Arbeit. Nichts verwerfliches in einer maroden Planwirtschaft. Was jedoch verwerflich ist heutzutage: Politiker schweben in völlig falschen Dimensionen. Kann passieren, wenn man soviel Geld verdient! Aber die Welt besteht nicht nur aus Spitzenverdienern, wie Frau Merkel oder Herrn Koch…
Unzählige weitere Namen fänden hier Platz. Wer in unserer ‘Demokratie ‘ Verantwortung trägt sollte dies mit etwas mehr Bedacht tun und Respekt gegenüber dem deutschen Volke. Und kaum jemanden interessiert eine EU von den Bürgern. Die EU ist geprägt von industriellem Profitdenken, leider zur Last unserer Sozialpolitik.

Das ganze gleicht mehr und mehr einem Sandkastenszenario kleiner Kinder! Es werden Steuern in die Höhe gepeitscht, ohne Rücksicht auf Verluste steuert man in eine Zweiklassengesellschaft. Unsere freie Marktwirtschaft wird schon sehr bald von Konzernen bestimmt, die keinerlei Abstriche von wirtschaftlicher Macht im Sinn haben. Angefangen mit den Energiepreisen, es gibt nur unzureichende Alternativen. Es wird der Autofahrer bestraft! Transportkosten steigen ins uferlose, Wir sollten doch lieber im eigenen Land produzieren- das wäre sinnvoller als vorrangig EU Produkte zu importieren.
Auch Ernergieengpässen könnte man alternativ vorbeugen! Denn auch einheimische Brennstoffe sind zur genüge vorhanden ( Kohle). Ebenfalls könnte sich eine Energiegewinnung mit Gezeitenkraftwerken oder ähnlichen Ideen und Projekten auszahlen. Es gibt genügend Möglichkeiten!!! Ich frage mich immer mehr welche Partei überhaupt noch wählbar ist? Hoffentlich sind die Linken schnell stark genug in Berlin die Mehrheit an Mandaten zu sichern. Endlich ein Anfang konstruktiver Kritik!
Danke Gregor und Oscar ;0) !


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