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Mittwoch, der 03. Dezember 2008 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Skandal - Leckeres Uranwasser aus dem Hahn

Die Bürger müssen über ihre Wasserrechnung erfahren, wenn mehr als zwei Mikrogramm Uran pro Liter im Wasser sind

Thilo Bode, Chef der Verbraucherorganisation Foodwatch, mit seinen Forderungen an die Politik:

“Information ist das Wichtigste. Wenn jetzt das Gesundheitsministerium sagt, es will einen Grenzwert einführen, dann vernachlässigt es die Tatsache, dass die Behörden auch heute schon eine Fürsorgepflicht für die Bürger haben. Es hätte nie sein dürfen, dass es Brunnen gibt, die Wasser abliefern, das über zehn Mikrogramm Uran enthält. Aber das Wichtigste ist, und das soll auf der Wasserrechnung passieren und nicht in irgendeinem Amtsblatt, dass die Leute erfahren, wenn das Wasser mehr als zwei Mikrogramm Uran pro Liter enthält, denn dann soll dieses Wasser nicht mehr für die Säuglingsnahrungszubereitung verwendet werden.”

Zu den Untersuchungen:

“Wir haben Leitungswasser untersucht. Wir haben 8000 Daten gesammelt in den Bundesländern und wie gesagt, 950 Daten lagen über dem Grenzwert von zwei Mikrogramm für Säuglingsnahrung. Das Hauptproblem für uns daran ist nicht der fehlende Grenzwert, sondern dass die Behörden nicht von sich aus die Bürger informieren, so dass diese auf etwas anderes ausweichen können.”

Zu den einfachen technischen Möglichkeiten, das Uran herauszufiltern:

“Das Gute ist ja, dass es technisch überhaupt kein Problem ist, das Uran rauszufiltern. Es gibt bereits einige Uranfilteranlagen in Deutschland, da kann man das machen. Das ist auch nicht sehr teuer. Und umso unverständlicher und kritikwürdiger ist es, dass die Behörden nicht reagiert haben. Aber das zeigt auch -wie bei Lebensmitteln-, im Verbraucherschutz sind die Interessen der Verbraucher nicht sehr hoch angesiedelt.”

Kontext:

Leitungswasser ist in manchen Regionen Deutschlands offenbar stärker mit Uran belastet als bislang bekannt. Nach einer Erhebung der Verbraucherrechtsorganisation Foodwatch liegen 150 gemeldete Trinkwasserwerte über dem Richtwert des Umweltbundesamtes. Deshalb plant die Bundesregierung nach Medienberichten die Einführung von Grenzwerten für das Schwermetall im Trinkwasser. Bislang gibt es diese nur für Säuglingsnahrung.

Quelle: N-TV

Startseite - Veroeffentlicht von: Steinbock   am: 5. August 2008 um 12:05 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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