Sind die Arbeitslosenzahlen wirklich rückläufig?
Vorsicht vor nicht transparenten Aussagen und Statistiken.
Im April ging die Arbeitslosenzahl auf 3,967 Millionen zurück, teilte Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) am “Tag der Arbeit” in Berlin mit. Das sind 141.000 weniger als im März und 823.000 weniger als vor einem Jahr.
Wer die Tagespresse verfolgt und zählen kann, der wird festgestellt haben, dass mehr als 1 Millionen Menschen trotz Arbeit ergänzende Leistungen nach dem SGB erhalten. Ebenfalls ist die Zahl der Ein-Euro-Jobber auf nahe zu 1 Millionen angestiegen. Die Anzahl von Leistungsempfänger, welche einer Bildungsmaßnahme nachgehen ist dabei nicht berücksichtigt und auch die neu eingeführte Bürgerarbeit lässt Leistungsempfänger aus den Statistiken verschwinden.
Allein die Anzahl der EEJ macht deutlich, wo der Rückgang bei den Arbeitslosen zu suchen ist.
Unbestätigten Aussagen zufolge sieht die statistische Erfassung der Empfänger von Arbeitslosengeld II wie folgt aus: Ausgewiesen für März 2007 werden 5,194 Millionen. Ihre Zahl ist gegenüber März 2006 sogar um 35.000 gestiegen. Aber als “arbeitslos” erscheinen davon nur 2,634 Millionen. 2,560 Millionen Leistungsempfänger nach SGB II werden wegen o.g. Gründe nicht mehr in der Statistik aufgeführt.
Ein wirklicher Rückgang der Arbeitslosenzahlen sollte an den Menschen gemessen werden, die durch Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt mit einem Lohn von sie ohne ergänzende Leistungen ihr Leben bestreiten können, gemessen werden. Alles andere ist nur politische Augenwischerei.
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