Der Versuch der SPD, den Champagner für die Wahlfete im eigenen Keller gären zu lassen, ist gescheitert. Der Korken hat dem Innendruck nicht mehr standgehalten und folgt nun einer ballistischen Flugbahn.

Wäre die SPD ein Heißluftballon, würde man sagen, nachdem der Brenner ausgefallen war, hat die Besatzung Ballast abgeworfen, um die Fahrt nicht mit einer Bruchlandung mitten im Wald zu beenden, sondern mit einem letzten kleinen Hupfer (nein, kein Höhenflug!) den rettenden Acker zu erreichen.

Wäre die SPD ein Schiff, so könnte man meinen, der Kapitän sei nach langer Irrfahrt von der meuternden Mannschaft in einem kleinen Beiboot ausgesetzt worden, um mit dem letzten Rest an Süßwasser und Dörrfleisch abseits vom falschen Kurs vielleicht doch noch ein rettendes Eiland zu erreichen.

Nun, die SPD ist weder eine Champagnerflasche, noch ein Heißluftballon und ganz gewiss auch kein hochseetüchtiges Schiff. Die SPD ist ein Verein, der die höheren Weihen des Parteiengesetzes erhalten hat und daher an der Willensbildung des Volkse mitwirken dürfte, dies aber nicht mehr in erkennbarem Maße mit eigenen Vorstellungen zu tun wagt.

Bei Licht betrachtet ist die SPD doch inzwischen sehr viel mehr die Schwesterpartei der CDU als es die CSU jemals war, was bei der fehlenden regionalen Abgrenzung der SPD beginnt und sich bis zur Nibelungentreue in allen Koalitionsfragen fortsetzt.

Statt in drolligem Übermut nun wiederum einen Parteivorsitzenden zu ernennen und diesen ohne die geringste Chance auch noch ernsthaft als Kanzlerkandidaten vorzustellen, sollte eine Fusion ins Auge gefasst werden. Das hat bei der Verschmelzung der WASG mit der PDS zur Partei Die Linke schließlich auch ganz gut funktioniert.

Zwei Sinnsprüche fallen mir noch ein: ( … )

… zu lesen unter der Quelle: Egon W. Kreutzer

25. Januar 2017