Sie hat es schon wieder getan

Nun ja, getan hat sie es eigentlich wieder nicht. Aber gesagt hat sie es schon wieder:

„Wir schaffen das!“

Das. Das. Das. Dadaisten-Sound.

Empört, dass da 1 Mann in Würzburg und 1 weiterer Mann in Ansbach, schutzsuchend, oder auch nur vorgeblich schutzsuchend, Tod und Verletzung, Angst und Sorge verbreitet haben, zählt sie auf, was schon alles geschafft ist, verweist auf die Zusammenarbeit mit der Türkei, auf den neuen Überwachungs-Maßnahmenkatalog des Innenministers, auf bevorstehende Großübungen mit der Bundeswehr im Inneren, auf die bereits begonnene Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU – und dies so überzeugend, dass der Leitartikel der Frankfurter Rundschau zur Pressekonferenz den Titel trägt: „Merkel singt weiter Schlaflieder“.

So, wie sie da spricht, wird eines deutlich: Sie versteht die ganze Aufregung nicht und hat keinerlei emotionalen Bezug zu den Geschehnissen, zu denen sie pflichtschuldig der Presse mehr Rede als Antwort steht. Hätte sie doch ihren Urlaub nicht unterbrochen! Dann wäre vielen, die auf mehr gehofft hatten, eine Enttäuschung erspart geblieben.

Ich hatte zum Beispiel erwartet, dass sie den Satz „vom Angriff auf unsere Grenzen“ wiederholt, dass sie klarstellt, dass ihre „humanitäre“ Entscheidung ein Fehler war, den sie nun (endlich) mit aller Kraft korrigieren will, dass sie noch einmal den Mut zu einer 180 Grad Wende aufbringt, wie seinerzeit nach Fukushima, doch dazu ist es nicht gekommen.

Es soll weitergewurstelt werden, ein bisschen intensiver zwar, aber es gibt nach wie vor keinen Plan, nur wieder Punkte. Diesmal sind es neun.

( … )

Vollständiger Artikel und Quelle: Egon W. Kreutzer

Ein Gedanke zu „Sie hat es schon wieder getan“

  1. Dass Herr „Egon“ eine 180 Grad Kehre in der „humanitären“ Entscheidung wünscht, entspricht nicht meiner Vorstellung vom Asylrecht.

    Dass Herr Egon nicht erkennt, dass die Regierung um Merkel und Gabriel diesen Verfassungsgrundsatz bereits vollständig pervertiert haben,

    zeigt Unverständnis.

    Einzig richtig Wagenknecht: Nur sie gibt hervor, dass ein Rumsitzen Merkels keinerlei Lösung für die Menschen hier darstellt.

    Weder für die bundesdeutsche Bevölkerung, noch für die Flüchtlinge.

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