Schwitzen statt sitzen

Justizminister Thomas Kutschaty und Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Lippischen Landeskirche sowie der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe haben im Düsseldorfer Landtag eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Damit intensivieren sie ihre Zusammenarbeit bei der Vermeidung von Ersatzfreiheitsstrafen.

In den Vollzugsanstalten des Landes sitzen pro Jahr im Schnitt rund 48.000 Häftlinge. Davon rund 6.000, weil sie eine Geldstrafe nicht bezahlt haben, zu der sie wegen minderschwerer Delikte verurteilt wurden: zum Beispiel Ladendiebstahl, kleine Betrügereien oder „Schwarzfahrten“. Viele können diese Geldstrafen aber nicht bezahlen, selbst wenn es nur 30 Tagessätze à zehn Euro sind. Wenn sie nicht zahlen, müssen sie aber nach dem Gesetz zur sogenannten Ersatzfreiheitsstrafe in Haft. Dann kosten sie das Land täglich etwa 127 Euro.

Die Vereinbarung ermöglicht den Strafvollstreckungsbehörden, Personen, die an sich Ersatzfreiheitsstrafen verbüßen müssten, alternativ in Einrichtungen der evangelischen Kirchen und der Diakonie zur Ableistung gemeinnütziger Arbeit zu vermitteln. Als Tätigkeiten kommen zum Beispiel Gartenarbeit, Reinigungs- und einfache handwerkliche Hilfsarbeiten in Sozialstationen, Seniorenzentren oder Krankenhäusern sowie Hausmeisterassistenz und Botengänge in Betracht.

Justizminister Thomas Kutschaty: „Durch die Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen werden Verurteilte unnötig aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen. Dem können die Kirchen und die Diakonie mit ihrem umfassenden Unterstützungsangebot entgegenwirken.“

Ihr Engagement helfe, Verurteilte zu einem geregelten Tagesablauf anzuleiten und zu einer aktiven Mitwirkung an der Tilgung ihrer Strafe zu bewegen. „Die gemeinnützige Arbeit ist damit auch eine Maßnahme der sozialen Integration. Ich danke den evangelischen Kirchen und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe für ihre Bereitschaft, straffällig gewordenen Menschen die Ableistung gemeinnütziger Arbeit als Strafersatz zu ermöglichen“, sagte der Minister.

Quelle: Presseservice des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen

Ein Gedanke zu „Schwitzen statt sitzen“

  1. liebe diakonie !
    es ist schön zu lesen wie ihr euch für menschen einsetzen wollt , die im gefängnis sitzen , weil diese ( oft aufgrund der lebensumstände im christlichen abendland ) geldstrafen nicht begleichen können . schon in der vergangenheit konntet ihr auf dem gebiet kapitalistischer ausbeutung statt integration und zusammenarbeit mit staaten welterfolge wie z . b . hexenverbrennungen vorweisen . die pfiffige idee eventuelle gefängnisstrafen durch dumpinglohn ( zwangs ) arbeit zu ersetzen entspricht exakt dem christlichen geist . angesichts der bitteren armut der kirche ( immer noch weniger als 100000 € staatliche subventionen pro jahr und angestellten ) ein muss . alles andere wäre ein no – go , würden die bei ihnen vermehrt vorkommenden homosexuelle pädophile sagen . der staat spart kosten , der straffällige darf seine von christen erwünschte strafe in freiheit verbüßen ( ratio ~ 1:10 . . . ) und die kirche hat monatelang zusätzliche arbeitskräfte , dessen arbeitnehmer keinen anspruch auf christliche tarife und christliche arbeitsrechte haben . gemeinnützig draufschreiben und schwupp – di – wupp ist es für den unmündigen bürger im einklang mit den lehren jesus christus . pfiffige barmherzige menschliche gesten , welche die herzen erweichen . wenn ihr jetzt noch für die ausgeübten tätigkeiten sozialgelder abführt , seit ihr schon auf dem level von hitler – deutschland , für dessen zwangsarbeiter von den nutznießern krankenkasse und weiteres abgeführt wurde .
    in christlicher nächstenliebe im sinne nietzsches .
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