Schwarz-rot-grüne Rentenlügen

„Wer ernsthaft das Rentenniveau erhöhen oder stabilisieren will, muss die Kürzungsfaktoren aus der Rentenanpassungsformel streichen. Alles andere ist leeres Gerede“, erklärt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zu den am Wochenende bekanntgewordenen rentenpolitischen Konzepten von Union, Grünen und SPD. Birkwald weiter:

„Von 2016 bis 2029 wird die Anpassung der Renten wegen des von SPD und Grünen 2004 eingeführten Nachhaltigkeitsfaktors um fast acht Prozentpunkte hinter den Löhnen zurückbleiben. So wurde es von den Rentenkürzern und Rentenkürzerinnen ins Gesetz geschrieben. Dieser Kürzungsfaktor muss weg, sonst bleiben alle Beteuerungen von CDU/CSU, SPD und Grüne leeres Gerede. Würden wir die daraus resultierenden Rentenkürzungen bis heute rückgängig machen, hätte eine Rentnerin, die 45 Jahre zum Durchschnittsverdienst gearbeitet hätte, 722,52 Euro mehr Rente im Jahr. Im Jahr 2029 wären es sogar 2939,34 Euro mehr Rente. Das würde den Lebensstandard sichern und vor Altersarmut schützen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

3 Gedanken zu „Schwarz-rot-grüne Rentenlügen“

  1. Man kann es langsam schon gar nicht mehr hören.
    Es stellt sich doch die Frage welcher normale Durchschnitts-Bürger erreicht den überhaupt 45 Jahre lang diesen Durchschnittsverdienst.

  2. Im Jahr 2004 sind in der Rot/Grünen-Regierung besondere Kürzungsfaktoren eingeführt worden, die der Nachhaltigkeit der Rentensicherung einerseits und durch kapitalgedeckte Renten nach Riester bzw. Rürup neben der Forcierung der betrieblichen Altersversorgung die erfolgten Kürzungen rechtfertigen sollten. Heute, nach einem runden Dutzend vergangener Jahre, ist klar geworden, dass betriebliche Renten nur einen geringen Anteil zukünftiger Rentner betrifft und Riester-Sparer allgemein übers Ohr gehauen worden sind. Die einzigen, die davon profitiert haben, sind Banken und Versicherungen. Der Sparer hingegen ging – wie immer bei staatlichen Sicherungssystemen – mal wieder leer aus.
    Es kann mathematisch klar errechnet werden, dass die Renten zukünftiger Rentner drastisch sinken und die Armutsrentner ebenso drastisch in die Höhe schnellen werden. Mit steigender Lebenserwartung werden solche Rentner immer mehr. Summarisch bilden die Rentner heute schon mehr als 1/5 der Gesellschaft. Nicht zu vergessen sind dann noch die jeweiligen Angehörigen…
    Das hat politische Konsequenzen: Die Umfrageergebnisse zeigen klar auf, dass sich die Wähler mehrheitlich von Rot und von Grün verabschiedet haben.
    Diejenige Partei, die sich für eine nicht minderbare Grundrente von ca. 1.500 Euro – uns dies inflationsbesichert – stark machen und die Finanzierbarkeit nachvollziehbar vorrechnen könnte, dürfte den nächsten Kanzler stellen.

  3. zitat:
    Diejenige Partei, die sich für eine nicht minderbare Grundrente von ca. 1.500 Euro – uns dies inflationsbesichert – stark machen und die Finanzierbarkeit nachvollziehbar vorrechnen könnte, dürfte den nächsten Kanzler stellen.

    Heilige Einfalt, was bist du denn für einer ;-). Tatsächlich vermute ich viel mehr dass welche Partei die Leute beim Renteneintritt gleich zum Abdecker scheucht, nicht nur den Kanzler stellen wird.

    Die Wähler haben es nicht so mit dem sozialen…. wer nicht arbeitet (was Arbeit ist kann aber keiner wirklich definieren) soll auch nicht essen und demnach hat eben zu Recht nichts zu essen wer nicht gearbeitet hat.
    Arbeitslosigkeit ist auch nicht etwa diesem System zu eigen, nein, das ist selbstverständlich nur PERSÖLICHES Versagen, Faulheit und das Ergebnis mangender Bildung. Dabei wird aber übersehen dass es noch nie so viele arbeitslose / atypische oder prekär beschäftigte Akademiker gab wie heute – mit Abi Fritten rütteln ist fast schon ganz normal geworden.
    Um die sache Rund zu machen, wer will denn schon (möglichst mit einigen erlernten Berufen) für 8,50 nen Buckel machen wenn es absehbar so oder so oder anders und in eigentleich keinem Fall zum Leben reichen wird?
    Früher hieß es noch: Mit arbeit ist noch keiner reich geworden. Heute sind wir da weiter, von Arbeit wird man fast schon garantiert arm….. aber es gibt auch Vorteile, die Armut wird zunehmend nicht mehr vererbt da sich die Betroffenen keine Kinder leisten können.

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