Schüler melden sich zu Recht laut und deutlich zu Wort
Bildungsgewerkschaft zu den bundesweiten Schülerproteste
Frankfurt a.M. - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt, dass sich die Schülerinnen und Schüler heute bundesweit laut und deutlich zu Wort melden. “Schülerinnen und Schüler brauchen - ebenso wie die Lehrkräfte - gute Schulen und gute Lernbedingungen. Nur so können Bildungsprozesse gelingen. Die Forderungen der Schüler decken sich mit vielen Vorschlägen zur qualitativen Verbesserung des Schulwesens, die die GEW gemacht hat”, sagte Marianne Demmer, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Schule und stellvertretende Vorsitzende, in Frankfurt am Main mit Blick auf die bundesweiten Protestaktionen der Schülerinnen und Schüler.
“Auch die Bildungsgewerkschaft setzt sich für die Verwirklichung von mehr Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen ein. Das hierarchisch gegliederte, selektive Schulsystem muss überwunden, alle Schülerinnen und Schüler sollen individuell gefördert werden. Dafür brauchen wir qualifizierte Lehrkräfte, kleinere Klassen und mehr Ganztagsschulen, die diesen Namen auch verdienen”, betonte Demmer. “Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein: Bildungsangebote muss gebührenfrei werden. Bildung ist ein öffentliches Gut und muss Teil der staatlichen Daseinsvorsorge für alle Menschen bleiben.”
Demmer appellierte an Bildungsministerien und Schulleitungen, keine Strafen gegen die protestierenden Schüler zu verhängen. “Wenn wir die jungen Menschen in den Schulen zur Partizipation in einer starken Demokratie ermutigen, dürfen wir nicht den Knüppel aus dem Sack holen, wenn die Schülerinnen und Schüler demokratische Grundrechte ausüben”, sagte die GEW-Sprecherin.
Quelle: Presse GEW-Hauptvorstand
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