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Donnerstag, der 04. Dezember 2008 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Scholz schönt soziale Schieflage bei Kindern, Alleinerziehenden und Migranten

Bild: Bundestagsfraktion DIE LINKE im BundestagDiana Golze hält die Kritik am 3. Armuts- und Reichtumsbericht für berechtigt: “Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) beschönigt die reale Lage.” Mit statistischen Tricks verdecke Scholz die soziale Schieflage bei Kindern, Alleinerziehenden und Migranten, so die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

Golze weiter: “Dem Bericht zufolge leben nicht 12 Prozent, wie Scholz behauptet, sondern 26 Prozent der unter-15-jährigen Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Und während Scholz behauptet, dass ein Viertel aller Alleinerziehenden-Familien armutsgefährdet sei, gibt der Bericht für Alleinerziehende eine Armutsrisikoquote von 36 Prozent an. Der Verweis auf Kinderbetreuung und Kinderzuschlag hilft hier nicht weiter. Denn was der Bericht nicht sagt, ist, dass rund die Hälfte aller Kinder, die von Hartz IV leben, Kinder von Alleinerziehenden sind.

Ihr Anteil an den Kinderzuschlag beziehenden Kindern liegt bei nur 7 Prozent und soll auch künftig nicht mehr als 9 Prozent betragen. Kinder von Alleinerziehenden werden also systematisch ausgegrenzt.” Als Konsequenz fordert Golze ein Ende der Sozialabbau-Politik der Bundesregierung: “Wir brauchen dringend eine bedarfsorientierte Kindergrundsicherung, die Kinder aus Armut befreit. Zur Finanzierung müsste Scholz nur einen Blick in das Reichtums-Kapitel seines Berichtes werfen.”

Sevim Dagdelen, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion, macht in der Herkunft der Betroffenen ein weiteres zentrales Armutsrisiko aus: “Der Anteil armutsgefährdeter Personen mit Migrationshintergrund liegt mit 28,2 Prozent knapp zweieinhalbmal so hoch wie bei Personen ohne Migrationshintergrund (11,6 Prozent). Auch die Armutsrisikoquote von Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren ist überdurchschnittlich hoch, wenn die Betroffenen einen Migrationshintergrund haben (32,6 Prozent gegenüber 13,7 Prozent).” Aus ihrer Sicht würden gerade Menschen mit Migrationshintergrund von einer sozial gerechteren Politik profitieren: “Ein gesetzlicher Mindestlohn und ein Bildungssystem, bei dem Erfolg der Kinder nicht vom sozialen Status der Eltern abhängt - das sind Maßnahmen für die Bekämpfung der Armut, die vor allem Migrantinnen und Migranten und deren Kindern zugute kommen.”

Quelle: DIE LINKE. im Bundestag

Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein   am: 22. Mai 2008 um 12:00 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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2 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von mic am Donnerstag, 22.5.2008.

wie kann es sein das in deutschland kinder hunger müssen während die politiker sich die taschen füllen mann sollte den politikern mal für zwei monate alles wegnehmen und auf hartz vier setzen vieleicht sehen die politiker das hartz vier problem dann mit anderen augen und handeln endlich.


2. ... Kommentar von Steinbock am Donnerstag, 22.5.2008.

Indem raffgierige Politiker gewählt werden und sich Fraktionschefs auch noch aufregen, dass die “untertänigen” Abgeordneten sich des Volkes Macht beugen, indem diese von Diätenerhöhung absehen wollen. Laut “Frontal 21″ soll es da wohl so einige Rüffel gegeben haben. Und weil man als Politiker keinen Bezug mehr zum Volke wünscht, füllt man sich die Taschen aus den Geldern, welche von den hungernden Kindern entnommen wurden.

Wie im Tierreich … der Stärkere frisst den Schwächeren … daher solltem man sich als Schwacher schon mal bereit machen - zum Fraß, oder sein Wahlverhalten überdenken bzw. die Gesetze so abändern, damit die “Fressorgie” zur Magenverstimmung führen muss und nicht als “Ball” vom Bundespräsidenten im Tanz eröffnet wird.


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