Schluss mit dem Gerede vom Staatsversagen

Der Deutsche Caritasverband fordert dazu auf, in der Auseinandersetzung um die Aufnahme von und die Hilfe für Flüchtlinge sprachlich abzurüsten. Es gebe in Deutschland keinen Zustand der Rechtlosigkeit, sondern Deutschland erfülle internationale Verpflichtungen zur Aufnahme von Schutzsuchenden. „Auch ist das Gerede vom Staatsversagen, das sich derzeit breit macht, völlig unangemessen“, sagt Caritas-Generalsekretär Georg Cremer.

Staatliche Stellen stünden ebenso wie die Zivilgesellschaft vor einer großen Herausforderung, von beiden werde Großes geleistet. Sowohl viele ehrenamtliche Helfer als auch Mitarbeitende der staatlichen Stellen arbeiteten bis zur Belastungsgrenze. Es stimme nicht, dass ehrenamtliche Helfer staatliche Strukturen ersetzen, sondern es finde eine anerkennenswerte Zusammenarbeit statt. Auch müsse man Verständnis dafür haben, dass staatliches Personal nicht über Nacht aufgestockt werden könne, allein schon, weil genügend Fachpersonal nicht kurzfristig mobilisiert werden kann.

„Alle tragen Verantwortung, die Bewältigung der ohnehin großen Herausforderungen nicht durch leichtfertige Äußerungen, die das politische Klima vergiften, zusätzlich zu erschweren“, betont Cremer.

Quelle: Deutscher Caritasverband e.V.

Anmerkung Sozialticker … „Es stimme nicht, dass ehrenamtliche Helfer staatliche Strukturen ersetzen, sondern es finde eine anerkennenswerte Zusammenarbeit statt.“ – dem widerspricht der Sozialticker. Seit Einführung des unmenschlichsten Gesetzes „Hartz IV“, sind solche Strukturen ja erst entstanden, wo sich der Staat wohlwollend zurückgezogen hat und eine wahnwitzige „Armutsindustrie“ gefördert wird. Sei es „Beratungen“ oder gar bis zu den „Sklavenjobs“ unter der staatlichen Knute incl. der Bekämpfung des letzten Strohhalmes … „das Ehrenamt“, an den sich Betroffene noch klammern müssen. Auch widerspricht der Sozialticker der Aussage, man könne über Nacht keine Mobilisierung von staatlichen Kräften erreichen … vielleicht sollte man in den Ordner der geparkten Beamtenverhältnisse schauen – man wird da mehr als fündig.