Schließung der Arbeitslosenberatungen
Die Arbeitslosen müssen die nächste Niederlage hinnehmen. NRW fördert ab 1. Oktober 2008 die unabhängigen Arbeitslosenberatungen nicht mehr. Die ersten Beratungsstellen sind in diversen Städten schon geschlossen. Eine rühmliche Ausnahme bildet Köln. Die Stadt wird die Kosten für die Beratungsstellen bis Ende 2009 übernehmen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Die Beratungsstellen waren wichtig für die Arbeitslosen. Sie halfen ihnen das Amtsdeutsch der Anträge und Vereinbarungen zu verstehen und zu übersetzen. Sie haben sie beraten und geprüft, ob die ARGE rechtmäßig vorgeht. Sie haben den Arbeitslosen aufgezeigt, dass niemand eine Eingliederungsvereinbarung sofort unterschreiben muss. Jeder hat das Recht sie mit nach Hause zu nehmen, in Ruhe zu lesen und zu prüfen und sich beraten zu lassen. Sie haben Schülern mitgeteilt, dass sie keine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben müssen, es ihr Recht ist, die Schulausbildung zu beenden und sie nicht zur Erwerbsfähigkeit verpflichtet sind. Viele ARGEN haben den Jugendlichen, die in Bedarfsgemeinschaften leben (das heißt heute nicht mehr Familien) , vorgegaukelt, sie müssten ab 15 Jahren die Schule aufgeben und seien zur Arbeit verpflichtet. Nebenan winkte schon der ‘Arbeitgeber’ Bundeswehr.
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Quelle und Volltext: Kinder-Alarm
Verbraucherinformationen
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1. ... Kommentar von AntiHartz
am Freitag, 19.9.2008.
Da wird sich die Hartz Behördenwillkür weiter ausbreiten wie ein Krebsgeschwür.
2. ... Kommentar von ARCA Soziales Netzwerk e.V.
am Freitag, 19.9.2008.
Guten Tag,
man muß angesichts solcher Nachrichten immer wieder aufs Neue nachfragen, warum sich Erwerbslosen-Initiativen überhaupt in finanzielle Abhängigkeit vom Staat begeben haben. Es gilt die Aussage: “Wes’ Brot ich eß, des Lied ich sing!” - und wenn dem Brotgeber die Lieder nicht mehr gefallen, gibt er eben kein Brot mehr. So einfach ist das…
Wir sind eine seit 10 Jahren bestehende Erwerbslosen-Initiative, die, wie viele andere so arbeitende unabhängige Inis auch, keinerlei Fördermittel nimmt, nicht einmal Geldspenden, sondern die Arbeit für Betroffene kostenlos und ehrenamtlich erledigt und sich lediglich über Sachspenden “finanziert”.
Solchen Inis wie uns kann niemand das Geld abdrehen und wir arbeiten weiter. Ja, alle bei uns sind langzeiterwerbslos, alle haben viel Scheiße mit den Sozialbehörden durchgemacht und sind entsprechend geprägt - aber niemals würden wir vom Staat, der uns engagierten Erwerbslosen ohnehin nicht wohlgesonnen ist, Geld nehmen, denn damit macht man sich abhängig und liefert sich der Willkür erst recht aus.
Deshalb: Finger weg von Fördermitteln jeder Art, und man muß eben auf einen Lohn für die geleistete Arbeit verzichten. So einfach ist das. Wer das nicht kann, ist auch nicht überzeugt von der Notwendigkeit der zu leistenden Sozialarbeit für Erwerbslose und andere sozial benachteiligte Menschen.
In diesem Sinne
mit freundlichen Grüssen
ARCA Soziales Netzwerk e.V.
i.A. Thomas Kallay, 1. Vors.
37269 Eschwege
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