Schema F der großen Koalition versagt, Arbeitssuchende brauchen Bildung
Zu der Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wonach die Zahl der Arbeitslosengeld-II-Bezieherinnen und Bezieher in den letzten Jahren trotz der günstigen Beschäftigungsentwicklung nur wenig gesunken ist, erklärt Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin:
Die Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) legt den Finger in die Wunde der großen Koalition: Arbeitssuchende brauchen Bildung, kein Schema F. Arbeitsminister Scholz muss aus den Versäumnissen der letzten Jahre endlich die Lehren ziehen. Statt wie 2007 mehr als 1,3 Milliarden Euro für überwiegend sinnlose Ein-Euro-Jobs auszugeben, muss die Bundesregierung eine Qualifizierungsoffensive ausrufen. Das bedeutet den Abschied von den Massenprogrammen und anstelle dessen individuelle und passgenaue Fördermaßnahmen. Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente müssen entsprechend flexibel ausgestaltet werden.
Die Untersuchung des DIW bestätigt: Während der guten konjunkturellen Phase der letzten Jahre wurde zu wenig in die Qualifizierung von Arbeitslosengeld-II-Bezieherinnen und Bezieher investiert. Auch deshalb konnten sie nur unterdurchschnittlich von der positiven Arbeitsmarktlage profitieren. Ein “Weiter so” können wir den Arbeitssuchenden nicht länger zumuten
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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