Sattelt die Fahrräder Auslaufmodell Auto?
Berlin, 18. Juli 2008 – „Sattelt die Fahrräder – Auslaufmodell Auto?“ lautet das Thema der Sendung ANNE WILL am Sonntag, 20. Juli 2008, um 21.45 Uhr im Ersten.
Während sich Politiker weiter darüber streiten, wie sie den Bürger an der Tanksäule entlasten können, beklagen Kritiker: Wer das Autofahren wieder billiger machen will, der subventioniert ein Auslaufmodell. Denn angesichts steigender Rohstoffpreise und der aktuellen Klimadebatte sei das Automobil längst nicht mehr das Fortbewegungsmittel der Zukunft.
Haben Politik und Wirtschaft den Trend der Zeit verschlafen? Warum steht das Ein-Liter-Auto im Museum, statt auf deutschen Straßen zu fahren? Wird zu wenig in den öffentlichen Nahverkehr investiert? Und warum werden weiterhin Autobahnen ausgebaut – und Bahnhöfe geschlossen?
Hierzu werden am 20. Juli bei Anne Will u.a. zu Gast sein:
- Christine Haderthauer (CSU), Generalsekretärin
- Bärbel Höhn (Bündnis90/Die Grünen), Umweltpolitikerin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag
- Franz Alt, Autor und Umweltaktivist
- Waldemar Hartmann, Sportjournalist und Autofan
- Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA)
Quelle: ANNE WILL– politisch denken, persönlich fragen - Sonntags, 21:45 Uhr im Ersten
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1. ... geschrieben von Steinbock
am Montag, 21.7.2008.
Haderthauer erwartet von Merkel kein Umdenken bei der Pendlerpauschale
Berlin, 20. Juli 2008 – „Sattelt die Fahrräder – Auslaufmodell Auto?“ war das Thema der Sendung ANNE WILL am Sonntag, 20. Juli 2008.
Christine Haderthauer, CSU-Generalsekretärin, sagte bei ANNE WILL zum Nein der Kanzlerin zu einer Rückkehr zur alten Pendlerpauschale: „Die Kanzlerin hat immer gesagt, dass sie die Neuregelung der Pendlerpauschale abhängig machen wird von der Entscheidung des Verfassungsgerichts. Es war nicht zu erwarten, dass sie da umsteuert. Das hindert uns nicht daran zu sagen, was wir richtig fänden.“
Bärbel Höhn, stellvertretende Bundesfraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, kritisierte den CSU-Kurs: „Jetzt draufzusatteln, jetzt mehr Geld in die in die Hand zu nehmen, um eine vernünftige Pendlerpauschale zu machen, fände ich falsch. Man muss den Menschen helfen, auch weg zu kommen vom Auto und eine Alternative zu haben. Sie können nicht auf der einen Seite den Regionalverkehr kürzen und auf der anderen Seite sagen, wir erhöhen die Pendlerpauschale. Das geht nicht. Deshalb sage ich: Wir müssen zu Alternativen kommen, zum Beispiel Mitfahrgelegenheiten viel stärker fördern, Sie werden mit einer Subvention gegen den steigenden Ölpreis nicht ankommen.“
Zudem beklagte Höhn eine falsche Subventionspolitik bei den Dienstwagen: „Bei den Neuzulassungen von großen Autos sind 80 Prozent Dienstfahrzeuge, und diese Dienstfahrzeuge werden subventioniert. […] Da können wir das Geld besser den Leuten geben, die es wirklich brauchen.“
Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, forderte bei ANNE WILL ein Umdenken bei der KFZ-Steuer: „Warum kommt die Politik nicht endlich rüber mit der Idee einer Neuordnung des KFZ-Steuer nach CO2-Gesichtspunkten. […] Das wäre eine Entlastung für den Autofahrer. Wir warten seit zwei Jahren auf diese Entscheidung. Es wäre ein richtiges Signal. Es würde die Leute ermutigen, von der Dreckschleuder auf ein verbrauchsgünstigeres Fahrzeug umzusteigen.“
Quelle: ANNE WILL– politisch denken, persönlich fragen
2. ... geschrieben von alex
am Montag, 21.7.2008.
“Es würde die Leute ermutigen, von der Dreckschleuder auf ein verbrauchsgünstigeres Fahrzeug umzusteigen.“ (Matthias Wissmann)
Ja genau darum geht es der Automobilindustrie, schließlich will man ja seine produzierten Autos auch los werden (CO2 Einsparung ist ein tolles Verkaufsargument, wird aber unserer Umwelt nicht einmal NULL Nutzen bringen). Nur, mein lieber Matthias Wissmann, mag sein, dass Sie in einer anderen Welt leben, aber die Menschen fahren ihre alte Dreckschleuder nicht, weil es soviel Spaß macht, sondern weil diese sich schlicht und einfach keine neuen Autos leisten können. Das mag auch an der ständig von Unternehmern geforderten Lohnzurückhaltung - und drückung liegen. Suchen Sie also die Schuld nicht ausschließlich bei der Regierung, sondern auch bei Ihresgleichen. Die Verarmungspolitik wird sich früher oder später an allen Unternehmen rächen, wenn der Exportmotor durch die kommende und verheerende Wirtschaftskrise absolut verschwinden wird und der Binnenmarkt fast gar nicht mehr vorhanden sein wird. Dann kommt das Heulen und Zähneklappern der Bourgasie, wenn der Neoliberalismus auch diese hart treffen wird, die sich nur die Fettstücke davon rausnehmen wollten um den “Dreck” dem Proletariat zu essen zu geben.
Wie heißt es so schön: Alles hat ein Ende - nur die Wurst hat zwei. Auch der Neoliberalismus und der Kapitalismus haben irgendwann ein Ende und dies wird wahrscheinlich noch verheerender sein, als das Ende des Kommunismus .
3. ... geschrieben von alex
am Montag, 21.7.2008.
P.S.
Aber stecken Sie nur weiterhin den Kopf sprichwörtlich in den Sand. Helfen wird es Ihnen wenig…
4. ... geschrieben von Milda
am Montag, 21.7.2008.
Warum fängt die Regierung nicht an mit den Mitfahrgelegenheiten ???
Wenn man so die Dienstwagen sieht und jeder Minister ein eigenes Flugzeug auf Kosten des Staates hat so sind diese Ausgaben viel mehr als die Pendlerpauschale.
Aber je mehr sich das Volk gefallen lässt um so mehr prügelt man auf sie ein.
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