RWE erhöht Strompreise
RWE erhöht Strompreise - Jahrelang Chancen der erneuerbaren Energien missachtet
Zur Ankündigung von RWE und anderen zum Januar 2008 erneut die Strompreise zu erhöhen, erklären Kerstin Andreae, wirtschaftspolitische Sprecherin, und Hans-Josef Fell, Sprecher für Energie- und Technologiepolitik:
Die drastischen Strompreiserhöhungen, die unter anderem RWE gestern angekündigt hat, sind Folge des mangelnden Wettbewerbs in der Strombranche. Generell wurden die Chancen der Erneuerbaren Energien und des ökologischen Investments von den vier großen Strom-Konzernen RWE, EnBW, Vattenfall und E.ON, die in Deutschland 90 Prozent der Energie erzeugen, missachtet.
Die Uranpreise sind in den letzten fünf Jahren um das 15-fache gestiegen. Der Erdölpreis, an den der Erdgaspreis gekoppelt ist, stieg in den letzten sieben Jahren um das 7-fache. Die Kohlepreise haben sich im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt. Ressourcenabhängige Energieerzeugung ist auch im Hinblick auf diese ansteigenden Kosten problematisch.
Erneuerbare Energien bieten dagegen einen zukunftsweisenden Weg. Anstatt ihre Gewinne vorwiegend zu nutzen, um andere Energieversorger aufzukaufen und so ihre Oligopolmacht zu stärken, müssen auch die großen vier Energiekonzerne deutlich verstärkt in erneuerbare Energien investieren.
Sonst zahlen – wie bisher - die Verbraucherinnen und Verbraucher die Zeche. Deswegen brauchen wir jetzt eine wirksame Entflechtung des Strommarktes und ein verstärktes Investment in erneuerbare Energien.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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