Rundfunkbeitrag muss gerecht gestaltet werden

„Die vorgeschlagene Absenkung des Rundfunkbeitrags um 0,30 Euro pro Monat ab 2017 ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll und bedeutet für die beitragspflichtigen Haushalte keine wirkliche Entlastung“, erklärt Harald Petzold, medienpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den aktuellen Vorschlag der „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“ (KEF), den Rundfunkbeitrag ab 2017 um 30 Cent zu senken. Petzold weiter:

„Unter Berücksichtigung des von den Sendeanstalten reklamierten Mehrbedarfs von 38,5 Milliarden Euro für die Periode von 2017 bis 2020 und dem Vorhaben, den Werbeanteil zu reduzieren, hätte dies gegebenenfalls eine deutliche Beitragserhöhung ab 2021 auf 20 Euro und mehr zur Folge. Außerdem sind durch die Umstellung von Rundfunkgebühr auf Rundfunkbeitrag soziale Härten entstanden, die wieder abgeschafft werden müssen. Statt immer wieder aufs Neue über Beitragssenkungen oder -erhöhungen zu diskutieren, muss man das Beitragsniveau auf mittlere Sicht stabil halten und dafür sorgen, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio jederzeit in der Lage sind, ihrem grundgesetzlichen Auftrag in vollem Umfang nachzukommen. Das nützt den Beitragszahlern und den Sendern gleichermaßen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

Anmerkung Sozialticker … der diese „Abzocke“ etwas anders sieht, wäre auch nicht für eine gerechtere – sondern für die komplette Abschaffung dieser Zwangsabgabe.

5 Gedanken zu „Rundfunkbeitrag muss gerecht gestaltet werden“

  1. Dieser Betrag wird NIE abgschafft, im Gegenteil, zuerst war eine Erhöhung im Gespräch, jetzt DÜRFEN wir gerade mal ein paar Cent weniger bezahlen, und irgendwann in den kommenden Monaten, spätestens nächstes Jahr wird dieser Beitrag dann doch ANGEHOBEN, wetten ?

  2. Bei der Neuregelung des Rundfunkbeitrags, wurde auch auf die staendig steigende Anzahl von Singlehaushalten geschielt. Es gilt ja eine Wohnung, ein Beitrag. Damit sind schon mal viele Beitragskonten zusaetzlich generiert worden.
    Ich selbst habe Zeiten miterlebt, wo ab Mitternacht nur noch ein Testbild auf der Glotze zu sehen war. Die so genannte Programmvielfalt heute, ist qualitativ schlecht, dass ein einziges oeffentlich-rechtliches Programm reichen wuerde, um 24/7 die Bevoelkerung „befriedigen“ zu koennen. Mehr als 5 Euro brauchts da nicht im Monat. Und diese 5 Euro sind auch die Akzeptanzschwelle, oder? Wer mehr, will soll kommerzielle Sender
    oder Pay-TV nutzen.
    Es ist abartig wozu diese Monster oeffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, missbraucht werden. Es sind naemlich in Wirklichkeit Pensionskassen.

  3. Der Rundfunkbeitrag ist der Preis, den wir zahlen dafür, dass wir bei den öffentlich Rechtlichen deren Sendungen ohne ständige Einblendungen von Werbetexten genießen dürfen. Es erhebt sich die Frage der Gerechtigkeit, die Frage nämlich, ob jeder Einzelhaushalt diese Gebühr zahlen muss, unabhängig davon, ob da ein TV steht oder nicht. Was ist z.B. mit Doppelhaushalten? Und wie steht es bei den Studierenden mit oder ohne BAföG-Anspruch – können sie denn auch wie andere Sozialleistungsempfänger von der Beitragspflicht befreit werden?

  4. Das ganze einfach über die Steuer (die es defacto ja schon ist) und gut wäre das. Aber so kann die „GEZ“ ja wie aus dem Füllhorn auch bei den Ärmsten schamlos abkassieren…… wo die sich am Ende kein TV-Gerät mehr leisten oder den Strom dafür nicht bezahlen können.

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