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Rund 416 000 Menschen gingen am Tag der Arbeit auf die Straße

Unter dem Motto: “Gute Arbeit muss drin sein!” fanden in diesem Jahr zum 1. Mai mehr als 440 Veranstaltungen in ganz Deutschland statt. Bis 13.30 Uhr beteiligten sich bundesweit trotz des Brückentags, Christi Himmelfahrt und des Vatertags insgesamt 416 000 Menschen an den Demonstrationen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Um “Gute Arbeit” rankten sich die Mai-Reden der DGB-Vorstandsmitglieder Michael Sommer, Ingrid Sehrbrock, Annelie Buntenbach, Dietmar Hexel und Claus Matecki in Mainz, Krefeld, Hannover, Kiel und Ludwigshafen. Sie forderten die Einführung von Mindestlöhnen, die Eindämmung des Niedriglohnsektors und der Leiharbeit, kräftige Tarifsteigerungen, den Ausbau der Mitbestimmung sowie ein soziales Europa und erinnerten an die Erstürmung der Gewerkschaftshäuser und die Zerschlagung der freien Gewerkschaften vor 75 Jahren am 2. Mai 1933.

Gute Arbeit sei sichere und gut bezahlte Arbeit, die Sinn stifte und bei der man sich entfalten könne, sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer auf der Hauptkundgebung in Mainz. Doch weder Ein-Euro-Jobs noch unterbezahlte Arbeit für drei oder fünf Euro hätten etwas mit guter Arbeit zu tun. “Arbeit darf nicht arm machen. Deshalb braucht Deutschland neben den tariflichen Mindestlöhnen auch den gesetzlichen Mindestlohn nicht unter 7,50 Euro pro Stunde”, forderte Sommer. Zugleich warnte er vor den “Marktradikalen in Europa, die mit Hinweis auf auf die Freiheit des Binnenmarktes gesetzliche Arbeitnehmerschutzrechte außer Kraft setzten. “Wir brauchen als Ergänzung des Lissabon-Vertrages eine soziale Fortschrittsklausel!”

Quelle und weitere Informationen: Pressestelle - DGB

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2 Kommentare / Fragen

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1. ... geschrieben von Babsi am Samstag, 3.5.2008.

Beck und Sommer suchen am 1. Mai den Schulterschluss. Erstmals seit 2003 darf wieder ein Spitzengenosse auf der zentralen Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes reden. Beck betont in seiner Rede denn auch die gemeinsame Linie von Sozialdemokratie und Gewerkschaften, spricht sich für einen Mindestlohn aus, fordert gleiche Bildungschancen für alle und verlangt faire Löhne.

Doch der Pfälzer hat an diesem Tag einen schweren Stand, wird permanent mit Zwischenrufen gestört. “Was haben wir von Dir zu erwarten?”, brüllt ein Mann. “Ich grüße Dich mit Deinen Zwischenrufen”, frotzelt Beck zurück. Und dann legt sich der Ministerpräsident noch mit weiteren Protestlern an - offenbar Mitglieder der Bahn-Gewerkschaft Transnet, die Plakate und Transparente in die Luft halten. “Basta-Beck” steht darauf, “Beck gegen die Bürger”, “Kurt Beck nah beim Kapital”. Die Bahn-Privatisierung sorgt für Wut - und für Buh- und Pfui-Rufe gegen den SPD-Vorsitzenden. Dieser wirft Bahnern “unsolidarisches Verhalten” vor. Es sei doch Transnet gewesen, die auf eine Privatisierung gedrängt habe.

Rückendeckung erhält Beck von Sommer, der sich vor dem schwierigen Thema Bahn-Privatisierung “nicht drücken” will. “Bei der Bahn-Reform haben wir politisch verloren”, sagt der DGB-Chef. Und wieder ein Zwischenruf aus der ganz linken Ecke: “Wegen Beck! Pfui!”

Quelle: Wiesbadener Kurier


2. ... geschrieben von HG Öfinger am Sonntag, 4.5.2008.

Mehr Infos auf

bahnvonunten.de
deinebahn.de

Eindrucksvolle Bilder vom 1. Mai in Mainz
Noch ein Schnappschuss


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