Rosenmontagsimpressionen

Aufregung groß: Sturm! Jecken, bleibt zuhause.
Aufregung groß: Staatsanwälte hegen bei Motivwagen Verdacht der Volksverhetzung.
Aufregung groß: Nordkorea hat einen Satelliten in den Orbit gebracht.

Die Vollkaskogesellschaft ist im Karneval angekommen. Alles muss so sicher sein, wie ein TÜV-geprüftes Feldbett mit CE-Zeichen und Typzulassung im Bunker. Sonst wird abgesagt. Ob der Sturm von ISIS-Kämpfern mit Zusatzausbildung „Geo-Engineering“ angedroht wurde oder nur vom Deutschen Wetterdienst, spielt dabei keine Rolle.

Die Politische Korrektheit obsiegt über den Karneval. Alles muss den Vorgaben der Parteiführung entsprechen. Über was gelacht werden darf, entscheidet der Staatsanwalt.

Quelle und vollständiger Artikel: Egon W. Kreutzer

Ein Gedanke zu „Rosenmontagsimpressionen“

  1. Das bürgerliche Brauchtum Karneval ist längst der Kommerzialisierung gewichen. Ganze Investmentfirmen oder gar „Heuschrecken“ verdienen am Karneval. Gibt es nicht bereits schon eine heimliche Karneval AG? Werden da nicht Optionen oder gar Futures gehandelt? Es musste schon eine Sturmwarnung kommen, um uns all dies vor Augen zu führen. Ach herrje, war das ein Gerangel. Bis zum letzten Augenblick hatte man den Wetterfritzen in den Ohren gelegen, aus dem angekündigten Orkan doch bitte schön ein Lüftchen zu machen. Jetzt ist der Umzug dennoch ausgefallen und viele Spekulanten kucken in die Röhre. Klar doch, der Umzug muss nachgeholt werden. Wie wäre es denn am Aschermittwoch… und wenn der nicht passt, dann am Karfreitag. Am Gelde hängt alles zum Gelde strebt alles. Mich würde gar nichts mehr wundern.

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