Rentenwert Ost gerecht regeln
Es ist erfreulich, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel endlich etwas in Sachen Ost-Renten tun will, erklärte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität Prof. Dr. Gunnar Winkler am Mittwoch. “Die Angleichung des Rentenwerts Ost ist nicht nur legitim, sondern auch sozialpolitisch dringend geboten. Es bleibt zum einen die Frage, warum das nicht längst geschah, da das Problem der unterschiedlichen Rentenwerte Ost und West seit 1990 besteht. Zum anderen ist die Frage, wie die Kanzlerin konkret das Rentenrecht vereinheitlichen will, wenn sie das Amt nach der Wahl wieder übernehmen kann.”
Der Verbandspräsident forderte erneut eine gerechte Regelung für die Rentenwerte in Ost und West. “Wir wollen, dass eine akzeptable Lösung für die Angleichung des Rentenwerts Ost auf den Weg gebracht wird und dass Verbände, Vereine und Bündnisse bzw. Netzwerke, die die Interessen heutiger und künftiger Rentner vertreten, einbezogen werden.”
Die Volkssolidarität unterstütze gemeinsam mit den im Bündnis für eine gerechte Rente vertretenen Gewerkschaften und Verbänden den bereits 2006 unterbreiteten ver.di-Vorschlag für ein Stufenmodell mit steuerfinanzierten Zuschlägen. Die Interessen der ostdeutschen Rentnerinnen und Rentner als auch der Arbeitnehmer - d. h. der künftigen Rentner - sollten angemessen berücksichtigt und vernünftig ausgeglichen werden, betonte Winkler.
“Dazu gehört, die Hochwertung der Verdienste als Nachteilsausgleich für die erwerbstätigen Versicherten im Osten dem Grunde nach solange beizubehalten, wie die Verdienste der abhängig Beschäftigten deutlich unterhalb des Niveaus in den alten Ländern liegen.” Dem dürfe nicht entgegenstehen, dass es im Osten einige Gutverdiener gibt, die durch die Hochwertung privilegiert werden.
“Es darf auch keine Lösung zu Lasten der Versicherten und Rentner in den alten Ländern geben”, so der Verbandspräsident. Durch die Steuerfinanzierung müsse gesichert werden, dass für sie im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung keine höheren Belastungen entstehen. Die Volkssolidarität fordere “eine menschliche Lösung - auch vor dem Hintergrund künftiger sozialer und demografischer Entwicklungen”.
Quelle: Presse Volkssolidarität
Startseite - Veröffentlicht am: 26. September 2009 um 7:20 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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