Rentenerhöhung bleibt unzureichend
“Die Rentenanpassung zum 1. Juli bleibt unzureichend”, erklärte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Freitag in Berlin aus Anlass der Billigung des entsprechenden Gesetzes durch den Bundesrat. “Es bleibt nicht akzeptabel, dass Rentner sich nach drei ‘Nullrunden’ und einer Mini-Rentenerhöhung 2007 im Jahre 2008 erneut mit einer Rentenerhöhung weit unter der Preissteigerungsrate zufrieden geben sollen.”
Winkler forderte erneut: “Wir sagen ja zur Aussetzung des Riester-Faktors - aber nicht nur für zwei Jahre, sondern ab sofort und vollständig. Das wäre ein erster und vernünftiger Schritt, um die Lohnbezogenheit der Renten wieder herzustellen.” Die Kürzungsfaktoren in der Rentenformel müssten rückgängig gemacht werden, damit sich steigende Löhne und Gehälter entsprechend in den Renten widerspiegeln können.
Der Präsident der Volkssolidarität hatte sich aus dem Anlass gemeinsam mit den Vorsitzenden der Landesverbände im April in einem Brief an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gewandt. Darin wird unter anderem gefordert, die lohnbezogenen Rentenanpassungen durch einen wirksamen Inflationsschutz zu ergänzen, um eine drastische Reduzierung der Renten-Kaufkraft künftig auszuschließen. Weiterhin schlugen die Verbandsspitzen vor, den Rückstand beim Rentenwert Ost von 12,1 Prozent solange durch steuerfinanzierte Zuschläge auszugleichen, bis eine Angleichung der Einkommen Ost an die in den alten Ländern erreicht ist. “Dies könnte schrittweise erfolgen, ohne dass die Erwerbstätigen zusätzlich belastet werden”, heißt es in dem Schreiben. Bei einem Arbeitsgespräch im Kanzleramt in Reaktion auf diesen Brief werteten die Gesprächspartner gegenüber den Verbandsvertretern die Rentenpolitik der Bundesregierung als erfolgreich.
Quelle: Pressemeldung Volkssolidarität
Startseite - Veroeffentlicht von: Sozialticker am: 14. Juni 2008 um 8:39 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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