Regierung versucht mit Taschenspielertricks Atomkraftwerke zu retten
Atomkraftgegner kritisieren Untätigkeit der Bundesregierung. Heute Mahnwachen in inzwischen 324 Orten (Stand 12 Uhr)
Zu den Äußerungen aus der Bundesregierung, die Verschiebung der Laufzeitverlängerung der AKW zu erwägen, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Es ist empörend und beschämend. Da werden seitens der Regierung die billigsten politischen Taschenspielertricks ausgepackt, um den wachsenden Druck aus der Bevölkerung abzufedern und irgendwie über die Landtagswahlen zu kommen. „Wir erwägen“, „wir prüfen“, „wir schließen nicht aus“: Das sind alles Formulierungen, die darauf zielen, nicht handeln zu müssen, das Problem auszusitzen und die Bevölkerung zu täuschen.
Was es jetzt braucht, ist eine Bundesregierung, die ohne Hintertür und doppelten Boden die Stilllegung der Atomkraftwerke in die Wege leitet. Genau das ist die Forderung der Menschen, die sich heute Abend in inzwischen 324 Städten (Stand 12:00 Uhr) zu Mahnwachen versammeln werden, um den Opfern der Katastrophe in Japan zu gedenken und eine radikale Umkehr in der Atompolitik anzumahnen. Atomenergie ist in der Bundesrepublik politisch nicht mehr durchsetzbar.“
Zwischenstand der Mahnwachen auf der Landkarte auf http://www.ausgestrahlt.de Wir tragen ständig weitere Orte ein.
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1. ... Kommentar von Steinbock
am Montag, 14.3.2011.
Angesichts der Atomkatastrophe in Japan haben das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Umweltorganisation Urgewald scharf die Rolle von Banken bei der Finanzierung von unsicheren Atomkraftwerken kritisiert. “Wo große Gewinne winken, spielen Informationen über massive Sicherheitsprobleme und Störfälle keine Rolle”, sagte Jutta Sundermann vom Attac-Koordinierungskreis. “Auf der Jagd nach der größtmöglichen Rendite setzen Banken Millionen Menschenleben aufs Spiel.” So gaben die Deutsche Bank und die WestLB für Tepco, den Betreiber des japanischen Katastrophen-Reaktors, Anleihen in Höhe von zweimal rund 30 Millionen Euro aus; die Muttergesellschaft der ING DiBa, die niederländische ING Groep, kaufte Tepco-Anleihen für rund 15 Millionen Euro. Die Banken haben sich weder für die bekannte Vertuschung von Mängeln und Störfällen durch Tepco interessiert, noch für die schon vor Jahren offenkundigen Folgen kleinerer Erdbeben in den japanischen AKW“, stellte Heffa Schücking, Geschäftsführerin von Urgewald, fest.
Hans Joachim Schwabe, Bankdirektor a.D. einer großen deutschen Bank und heute im Vorstand des Südwind-Institutes (einer Mitgliedsorganisation von Attac) kennt diese Praxis aus eigener Erfahrung: “Banken prüfen, bevor sie ein Geschäft eingehen, nur die Bonität und die Sicherheiten ihres Gegenübers. Mit dem Auflegen von Anleihen wie für Tepco gehen sie kein Kreditrisiko ein. Es zählt nur der finanzielle Erfolg, ethische Kriterien spielen keine Rolle. Es bleibt die Frage, warum Banken nicht finanziell zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie Unternehmen in sensiblen Bereichen finanzieren, die für ihr Tricksen und Täuschen bekannt sind.”
Sowohl Urgewald als auch Attac rufen Kundinnen und Kunden dazu auf, Banken den Rücken zu kehren, die mit Atomkonzernen Geschäfte machen.
Dafür hat Urgewald zum Jahresanfang die Broschüre “Wie radioaktiv ist meine Bank?” veröffentlicht. Attac bereitet derzeit ebenfalls eine Bankwechsel-Kampagne vor, die die gesellschaftsschädigende Praxis von Großbanken in den Fokus rückt.
Angesichts der Katastrophe in Japan wies Urgewald auf ein neues Projekt in Indien hin: An der Küste des Bundesstaates Maharashtra will Indiens Nuclear Power Corporation in Jaitapur zwei europäische Druckwasserreaktoren bauen. Jaitapur liegt in der einzigen Küstenregion Indiens, die als Erdbeben-Hochrisiko-Zone gilt. Gerade sind 15 internationale Banken angesprochen worden, ob sie das Projekt finanzieren. Heffa Schücking: “Nach der Katastrophe in Japan kann die einzige Lehre sein, dass Banken unter keinen Umständen die Hochrisikotechnologie Atomenergie finanzieren dürfen. Ebensowenig darf der Bund Atomprojekte etwa durch Hermesbürgschaften unterstützen.”
Attac und Urgewald fordern den sofortigen Atomausstieg in Deutschland und rufen dazu auf, sich zahlreich an den geplanten Mahnwachen auf zentralen Plätzen am heutigen Montagabend zwischen 18 und 18.30 Uhr zu beteiligen.
Quelle: Presse Attac
Update 16.30 Uhr vom Sozialticker : … das labernde Live-Gesülze von Merkel und Westerwelle ist einfach unerträglich und bestätigt die Geiselhaft der deutschen Bevölkerung erneut, wenn es um die Milliardengewinne der eigenen Taschen geht. Sie verarschen die Bevölkerung weiterhin, statt sich zum sofortigen Ausstieg aus dem / jedem Atomprogramm zu bekennen … wir wollen euren/diesen Strom nicht !!!
2. ... Kommentar von egalite
am Montag, 14.3.2011.
[AKW´s] Wurden schon gerettet. !!!
17:30 Uhr 14.03.2011 Nachrichten (n-tv)
3 Monatiges “Moratorium” mit Ankündigung einer weiteren Strompreiserhöhung in DE … (…)…
entfesselter Wahlkampf auf Rücken von vielen, vielen Tausenden Mitweltbürgern in Japan die schon tod sind.
Laufzeitverlängerung … ist … Preiserhöhung
3 Monate “Monatorium” … ist … Preiserhöhung …
Die Lobbys sprechen nun direkt aus Merkel und Westerwelle´s… Eine pietätlosigkit sonders Gleichen. Machterhaltung und Wählertäuschung um jeden Preis.
Pfui Teufel
Möchte hiermit allen betoffenen Weltmitbürgern in Japan und deren Angehörigen in aller Welt mein tiefstes Mitgefühl und Bedauern aussprechen.
mfg
3. ... Kommentar von erika
am Dienstag, 15.3.2011.
Das ist doch alles nur wieder heiße Luft weil die Wahlen anstehen. Es gibt schon lange die Möglichkeiten aus der Atomkraft auszusteigen, es ist nur eine Frage des wollens, doch da müsste man ja die Banker usw. vor den Kopf schlagen.
Und egal was kommt oder gemacht wird, die finden auch immer einen Weg, eine Ausrede um die Preise weiter nach oben zu treiben, und dies ohne jedwede Handhabe. Solange wir uns das alles gefallen lassen, machen die munter weiter.
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