Reform der Leiharbeit

Berlin: (hib/CHE) Die geplante Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten „kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen“, dass Leiharbeitnehmer von den Entleihern in die Stammbelegschaft übernommen werden. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/9723) auf eine Kleine Anfrage (18/9559) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Unterstützt werde diese Wirkung durch tarifvertragliche Regelungen, die nach einer bestimmten Einsatzdauer vorsehen, dass den Leiharbeitskräften ein Übernahmeangebot zu machen ist, heißt es in der Antwort weiter.

Die Grünen hatten von der Bundesregierung genauere Information zu der von ihr geplanten Reform der Leiharbeit (18/9232) erfragt. Dazu schreibt die Regierung weiter: „Die Einsatzdauer von neun Monaten zum Erreichen von ‚Equal Pay‘ (Gleicher Lohn) kann weder durch Einsatzunterbrechungen von bis zu drei Monaten oder den Wechsel des Arbeitgebers der Leihkraft auf Null gesetzt werden.“

Quelle: Deutscher Bundestag

Anmerkung Sozialticker … daran sieht man die komplexe Perversität dieses Leihbudengeschäftes … einfach nur widerlich. Leiharbeiter sollte es 1. gar nicht geben und 2. wenn, dann sollten diese 1/4 mehr an Lohn erhalten, als die Stammbelegschaft, denn schließlich sollen diese Kräfte ja dem Unternehmer aus der Patsche helfen, aber so … so ist dies schlimmer als moderner Sklavenhandel, schlussendlich auf dem Rücken der Belegschaft, die oft gleich mit ausgetauscht wird.