Rechtsanspruch auf Kita-Platz nur mit mehr Bundesmitteln machbar

„Der erneute Anstieg der Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder ist erfreulich, auch wenn die Zunahme mit 6.500 Plätzen geringer ausfällt als im Vorjahr. Damit geht der Trend in die richtige Richtung, nur die Geschwindigkeit lässt weiterhin zu wünschen übrig“, erklärt Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Müller weiter:

„Eine Betreuungsquote von 35 Prozent – die viel zu niedrig ist, um dem allgemeinen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz zu entsprechen – ist noch lange nicht in allen Bundesländern erreicht. Noch immer liegt der Bedarf deutlich über dem Angebot, was teilweise zu langen Wartezeiten für suchende Eltern führt.

Frühkindliche Bildung bleibt im internationalen Vergleich weiterhin unterfinanziert. Die Bundesregierung muss mehr Geld in die Hand nehmen, um den quantitativen und qualitativen Ausbau der Kita-Betreuung voranzutreiben, für eine bessere Bezahlung der Pädagogen zu sorgen und die elternbeitragsfreie Kita zu ermöglichen. Der Entwurf der LINKEN eines Kita-Qualitätsgesetzes für bundesweit garantierte Standards, das Kindern, Eltern, Mitarbeitern sowie Ländern und Kommunen helfen würde, müsste von der Großen Koalition nur aufgegriffen werden.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE