Quote der Kinder in Hartz IV steigt
Untersuchung über Lebensverhältnisse früherer Leistungsempfänger wird angemahnt.
Das Diakonische Werk Württemberg weist darauf hin, dass der Anteil der unter 15-Jährigen an den Hartz-IV-Beziehern in den letzten drei Jahren gestiegen ist – von 25,0 im Jahr 2008 auf 26,3 Prozent im vergangenen Dezember. Dass die Anzahl der Kinder, die Hartz IV beziehen, zurückgegangen ist – so wie es die Agentur für Arbeit heute meldet - trifft nur im Blick auf den Rückgang der Gesamtzahl der Bezieher zu.
„Dass Hartz IV erfolgreich in der Bekämpfung von Kinderarmut wirkt, ist ein voreiliger Rückschluss“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. Die Quote der nicht erwerbsfähigen Bezieher, die zu 95 Prozent Kinder sind, steige in den vergangenen Jahren an. „Wenn die Anzahl der Kinder nicht so stark abnimmt wie die Gesamtzahl der Leistungsbezieher, wirkt Hartz IV unzulänglich gegen Kinderarmut.“
Kaufmann regt eine Untersuchung darüber an, wovon die früheren Hartz-IV-Bezieher jetzt leben. „Es gibt Hinweise darauf, dass ein großer Teil in prekäre Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnbereich vermittelt wurde. Das ist keine Erfolgsmeldung.“
Quelle: Diakonisches Werk Württemberg - Pressestelle
Startseite - Veröffentlicht am: 27. Januar 2012 um 7:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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