Prüfung eines Ad-Blocker-Verbots

Berlin: (hib/VT) Ein Gesetz, das Ad-Blocker verbieten soll, ist das Thema einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke (18/9922). Eine Prüfung eines derartigen Gesetzes werde von der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz durchgeführt, heißt es in der Vorbemerkung der Anfrage. Weiter schreibt die Linksfraktion: Medienvertreter sähen Ad-Blocker, also Anwendungen, die Internetwerbung unterdrücken, als gesetzeswidrig an und forderten ein generelles gesetzliches Verbot. Die Begründung sei: „Nach Auffassung der Medienanbieter stellen diese ein Gesamtprodukt zur Verfügung, zu welchem bei kostenlosen Angeboten auch Werbung gehöre, um das journalistische Angebot zu refinanzieren. Dieses Gesamtangebot werde durch den Ad-Blocker faktisch entbündelt.“

Die Abgeordneten wollen nun unter anderem wissen, was wie sich die Bundesregierung positioniert und aus welchen Gründen sie ein Ad-Block-Verbot als prüfenswert erachtet. Auch fragt die Fraktion, auf welcher rechtlichen Grundlage ein Ad-Blocker-Verbot fußen könnte. Des Weiteren fragen die Abgeordneten nach, ob es Pläne gibt, „den Werbeanteil von Webseiten auf ein ‚maßvolles Gehalt‘ zu limitieren, um die Anwendung von Ad-Blockern zu minimieren“, und ob die Bundesregierung Kenntnisse darüber hat, inwiefern die Werbeblocker die Internetnutzung zurzeit effektiver gestalten.

Quelle: Deutscher Bundestag

Anmerkung Sozialticker … wir wollen „Eure“ Werbung nicht, deswegen setzt man ja auch diesen Blocker ein, oder wollt „Ihr“ auch den SPAM-Filter in den Mails abschaffen? Das Internet sollte für JEDEN mal sein und nicht, dass sich da welche nun als „Sheriffś“ aufspielen und aus einem WELTNETZ ein nationales und dem politisch gutdünkenem Interesse unterlegenes Intranet gebastelt wird, was unter völliger Kontrolle steht. Wer den Werbemüll und damit Traffic haben will, der soll sich die bunte Welt der Industrie rein ziehen, ansonsten unterlasst die ständige Entmündigung !!! Und wenn jemand glaubt, durch seine journalistische Arbeit Geld verdienen zu müssen, dann sollte dieser sich mit einem Handzettel an die Autobahn stellen und aufhören, hier im Internet Ansprüche zu stellen. Wer in das Netz etwas einstellt, der stellt dies im Sinne des Internets für die ganze Welt zur Info – deutschgeglaubtes Ichdenken, ist damals so wie heute nicht vorgesehen worden.