Preiserhöhungen im Nahverkehr – wofür eigentlich?
Verkehrsunternehmen wollen Preiserhöhungen von 20 Prozent und mehr durchsetzen. Dazu erklärt Anton Hofreiter, Sprecher für Verkehrspolitik:
Die regelmäßigen jährlichen Steigerungen um drei bis fünf Prozent haben wir in vielen Verkehrsverbünden seit langem. Seit Jahren begründen die Verkehrsunternehmen ihre Preissteigerungen mal mit gestiegenen Energie-, mal mit gestiegenen Personalkosten. Dass stößt nicht nur bei Kunden auf Unverständnis. Denn trotz zunehmender Fahrgastzahlen sind mancherorts die Leistungen der Verkehrsverbünde gesunken. Wir brauchen mehr Transparenz, wie es um die Finanzen der Verkehrsverbünde bestellt ist und wohin die zusätzlichen Einnahmen fließen.
Preiserhöhungen treffen vor allem sozial Schwache und grenzen sie zunehmend vom öffentlichen Nahverkehr aus. Mobilität ist jedoch eine Voraussetzung für die Teilhabe am öffentlichen Leben. Mobilität als Teil der Daseinsvorsorge zu gewährleisten, ist Aufgabe der Länder.
Hintergrund:
Auf der Messe Innotrans Berlin hatte Dirk Biesenbach, Vorstandssprecher der Rheinbahn Düsseldorf, gefordert, die Tarife im Öffentlichen Personennahverkehr “deutlich” anzuheben: Es sei seine feste Überzeugung: “Der ÖPNV verkauft sich zu preiswert.”
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Startseite - Veröffentlicht am: 2. Oktober 2010 um 13:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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