Personalmangel gefährdet die Gesundheit

„Seit Jahren werden immer wieder die schlechter werdenden Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich diskutiert: Pflege im Minutentakt, Personalmangel, Kostendruck und Wettbewerb. Obwohl die Lage allen bekannt ist oder bekannt sein könnte, weigert sich die Bundesregierung zu handeln. Damit gefährden CDU/CSU und SPD die Gesundheit und das Wohl aller Patientinnen und Patienten“, erklärt Harald Weinberg, Sprecher der Fraktion DIE LINKE für Krankenhauspolitik und Gesundheitsökonomie, anlässlich der Angaben des Statistischen Bundesamtes über die Verlangsamung des Beschäftigungszuwachses in medizinischen Gesundheitsberufen.

Weinberg weiter:

„Jeder zweite Beschäftigte ist überwiegend unfreiwillig in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt. Solche untragbaren Arbeitsbedingungen könnten mit gesetzlichen Mindestpersonalvorgaben gelöst werden und einer tarifgebundenen dem Arbeitsaufwand angemessenen Entlohnung. Trotz der Proteste der Betroffenen unternimmt die Bundesregierung nichts. DIE LINKE hat einen Vorschlag für eine verbindliche bundeseinheitliche Personalbemessung in den Bundestag eingebracht, welcher die Situation der Beschäftigten und damit auch der Patientinnen und Patienten deutlich verbessern würde.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

25. Januar 2017