Personalbemessung in der Altenpflege

Berlin: (hib/PK) Die Personalbemessung in der stationären und ambulanten Altenpflege ist das Thema einer Kleinen Anfrage (18/7536) der Fraktion Die Linke. Arbeitsverdichtung, Hektik und fehlende Zeit für Zuwendung und Gespräche mit Patienten, bedingt durch Personalmangel, prägten den Arbeitsalltag von Pflegekräften.

Zusätzlich zu den physischen Belastungen entstünden psychischer Druck und Unzufriedenheit, weil die Pflegekräfte ihre in der Ausbildung gelernten Fachkenntnisse und Fähigkeiten nicht anwenden und eigene Ansprüche an die Arbeit nicht umsetzen könnten. Für die personelle Ausstattung in der stationären Pflege gebe es in jedem Bundesland unterschiedliche Richtwerte und kein bundeseinheitliches Bemessungsverfahren.

Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung nun unter anderem wissen, wie das Betreuungsverhältnis in der ambulanten und stationären Pflege ausfällt und wie sich der Anteil von Menschen mit Pflegebedarf aufgrund demenzieller Erkrankungen entwickelt hat.

Quelle: Deutscher Bundestag

Anmerkung Sozialticker … wie in den Kliniken und der Pflege gepflegt wird, zeigen diese Beiträge anschaulich und deutlich den wachsenden Mißstand in dem Bereich. „Deutschland geht es gut … “ – na dann !!!

Ein Gedanke zu „Personalbemessung in der Altenpflege“

  1. Die Arbeitsbedingungen speziell in der Altenpflege sind seit Jahren ein Desaster ,das ist dem Staat lange bekannt.Das Personal wird verheizt und ausgebeutet bis aufs Letzte.Kaum 50 Jahre alt,sind die meisten Altenpfleger in der Regel gesundheitlich ruiniert,werden im Verarmungssystem Hartz4 restverwertet und landen dann in der Erwerbsunfähigkeitsrente mit 10,x Prozent Abschlag.Denn Strafe muss sein.
    Von der BG nicht zu reden,denn aller Verschleiss ist dort schicksalhaft und natürlich nicht vom Beruf.
    Bei dererlei Perspektiven braucht sich niemand zu wundern,das kein junger Mensch diesen Beruf noch lernt ,auch Fachkräfte flüchten,wenn sie können.
    Die Anerkennung dieses Berufes durch Staat und Gesellschaft tendiert gegen Null.
    Die Arbeitsbedingungen sind jämmerlich,die Löhne auch.
    Als ob sie uns nicht bräuchten.
    Dazu die Politikerfürze: Holen wir doch Chinesen,oder pressen 1 Euro Jober da rein.Oder Flüchtlinge.Oder sonst was,was man grad über hat. Nach dem Motto: Arsch wischen kann doch jeder.
    Danke dafür. Die Botschaft ist angekommen.Seit Jahren wird im Pflegebereich nichts bewegt,ausser den Karren weiter gegen die Wand zu fahren.
    Nun hat die Berufsflucht eingesetzt und die Ausbildungszahlen brechen ein.
    Ich sag dazu nur eins: Ihr werdet bald beweisen müssen,wie ihr es ohne Pflegefachkräfte hinkriegt.
    Viel Glück dabei:-)

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