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Paritätischer fordert unverzügliche Offenlegung des Armutsberichts

Bild: Der Paritätische GesamtverbandAls erschütterndes Dokument sozialer Zerrissenheit bezeichnet der Paritätische Wohlfahrtsverband die jetzt bekannt gewordenen Zahlen aus dem dritten Armuts- und Reichtumsbericht. Der Verband fordert die Bundesregierung zur unverzüglichen Offenlegung des Berichtes auf, um eine sachliche Diskussion und sofortige Gegenmaßnahmen zu ermöglichen.

“Es kann nicht sein, dass sich die Regierung verschweigt, während unsere Gesellschaft förmlich auseinander fliegt”, so Verbandsvorsitzende Heidi Merk.

Die Erhöhung der Armutsquote um mehr als 63 Prozent sei das Resultat einer seit mehreren Jahren verfehlten Sozial- und Steuerpolitik. “Mit der Einführung von Hartz IV ist ein dramatischer Anstieg der Armut in Kauf genommen worden. Wer milliardenschwere Steuergeschenke an Spitzenverdiener macht und sich nicht wagt, größere Erbschaften und Vermögen gerecht zu besteuern, der darf jetzt über das Ergebnis nicht staunen oder gar lamentieren”, kritisiert die Verbandsvorsitzende.

Der Verband fordert die Offenlegung aller vorliegenden Daten, um eine ernsthafte Auseinandersetzung um konkrete Maßnahmen zu ermöglichen. “Das Letzte was wir jetzt brauchen, ist eine Diskussion um Halbgares”, so die Verbandsvorsitzende. “Die Zahlen müssen sofort auf den Tisch und dann gilt es gemeinsam anzupacken und das Ruder herum zu reißen. Es kann nicht sein, dass Millionen Menschen unverschuldet an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden, während der andere Teil tatenlos zusieht, wie die Armutskarawane vorbeizieht.”

Quelle und Bild: Pressemeldung “Der Paritätische Gesamtverband

Startseite - Veroeffentlicht von: Leserpost   am: Mittwoch, 23. April 2008 - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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2 Kommentare / Fragen

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1. ... geschrieben von Lusjena am Mittwoch, 23.4.2008.

Ich kann es nicht mehr hören, ja glaubt denn hier wirklich einer, dies sei alles längst nicht bekannt, Irrtum, die ständig wachsende Armut in deutschland ist schon seit meheren Jahren bekannt, so ist es jetzt ein internes Papier aufgetaucht, aus dem hervor geht, dass schon im jahre 2003 gefordert wurde, dass die Rente für Ältere 15% über der Grundsicherung liegen muss, dieses Papier ist bis heute gültig, aber nie zum Tragen gekommen.

Wer da glaubt, der RS für Hartz IV Empfänger wird auf 420 Euro angehoben, so wie es einige sich wünschen, lebt in einem Traum, denn lieber gibt man dieses Geld den Banken, damit ihre” positiven Leistungen ” auch noch horiert werden .

Ich stimme den Stimmen zu, die da behaupten, die Schere zwischen Arm und reich wird immer grösser und eines Tages wird die Armut sich erheben, man siehe Ausland .


2. ... geschrieben von Lusjena am Mittwoch, 23.4.2008.

Die Armut betrifft nur Bedürftige und Arbeitslose, aber warum sehen sich denn selbst Mitarbeiter der Argen in Deutschland als bedürftig an, indem Sie Steuergelder unterschlagen und sich Reichtum anhäufen, der grob fahrlässig erworben wurde , nur Ausnahmefälle ???

1. Untreue bei der ARGE: Bewährungsstrafe

Im Untreue-Skandal beim Job-Center ARGE hat das Dortmunder Amtsgericht am Montag das Urteil gesprochen: Ein 35-jähriger Ex-Angestellter, der insgesamt rund 100.000 Euro unterschlagen und auf eigene Konten umgeleitet hatte, erhielt zwei Jahre Haft auf Bewährung.

Der Richter ging mit dem gelernten Verwaltungsfachwirt hart ins Gericht. „Das war kein Kavaliersdelikt, das war Schwerkriminalität“, hielt er dem Angeklagten vor. Der ARGE-Mitarbeiter habe das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Funktionieren der Verwaltung aufs Übelste missbraucht.

Unter Tränen hatte der 35-Jährige zuvor ein volles Geständnis abgelegt. Seit Sommer 2005 hatte er die Schwächen der Verwaltungssoftware zu seinen Gunsten ausgenutzt. In insgesamt 16 Fällen genehmigte er Hartz-IV-Empfängern heimlich zusätzliche Leistungen für Miete etc., tatsächlich überwies er das Geld jedoch auf seine eigenen Konten.

http://www.ruhrnachrichten.de/.....930,239986

2. ARGE-Mitarbeiterin wegen Untreue verurteilt - Schaden: 59.000 Euro .

AG Gera, Urteil vom 15.04.2008, Az. 165 Js 24915/07

Was soll man dazu noch sagen !!


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