“Jetzt wird gehandelt” - so lautet die indirekte Kampfansage gegen die Tricks von Arbeitgebern, welche noch glauben, sich im Gebäuderreinigerhandwerk unterhalb von 7,87 Euro West / 6,36 Ost - eine goldene Nase auf dem Rücken der Angestellten zu verdienen. Damit soll nun Schluss sein, denn unter
0800 - 4422802
können sich Betroffenen vom Lohndumping an die “IG Bau Meldestelle Lohndumping” gebührenfrei ab sofort zur Wehr setzen. Dabei ist es völlig unerheblich, ob eine Mitgliedschaft besteht oder nicht. Auch eine vertrauliche Bearbeitung des Einzelfalles sei machbar, sowie auch eine Meldung beim Verdacht auf Schwarzarbeit. Die Servicenummer ist werktags von 07.00 Uhr - 20.00 Uhr erreichbar und nimmt auch andere Gewerke - wo Lohndumping das Tagesgeschäft belebt - auf. Auch Pauschalvereinbarungen, welche eine viel verbreitete illegale Praxis darstellt, können unter der genannten Nummer gemeldet werden.
Anzeige
Die Bundesregierung bevorzugt nach eigener Darstellung keine bestimmte Form der Rückzahlung von Mietkautionsdarlehen, die Langzeitarbeitslosen gewährt werden. In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion heißt es, die für Unterkunfts- und Heizkosten zuständigen kommunalen Träger hätten bei der Entscheidung über die Konditionen “die Umstände des Einzelfalls angemessen zu berücksichtigen”.
Es bestünden Handlungsspielräume der Verwaltung, die je nach Höhe des Darlehens und gegenwärtiger und künftiger wirtschaftlicher Situation des Hilfeempfängers auszufüllen seien. Ihr sei bekannt, so die Bundesregierung weiter, dass einige Kommunen einer Kautionsbürgschaft den Vorzug vor einer Auszahlung des Kautionsbetrages gäben. Dagegen habe sie keine Bedenken, betont die Regierung.
Quelle: Pressedienst des Deutschen Bundestages
Die Bundesregierung soll sowohl Asylsuchenden als auch geduldeten Flüchtlingen und Personen mit Aufenthaltserlaubnis, aber ohne unbeschränkte Arbeitserlaubnis, ungehinderten Zugang zum Arbeitsmarkt verschaffen. In einem Antrag fordert die Linksfraktion außerdem die Einführung eines sozial gerechten Mindestlohns und die Abschaffung der Residenzpflicht für Asylbewerber.
Quelle: Pressedienst des Deutschen Bundestages
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) bietet auf der Hannover Messe 2007 einen besonderen Service für den beruflichen Erfolg an. Besucher des Messestandes der BA in Halle 2 im Bereich des „Job Career Market“ (Stand D 46/5) erhalten am Mittwoch, 18. April, in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr ein Bewerbungscoaching. Dabei verrät ein professioneller Coach den Bewerbern Tipps und Tricks für das Vorstellungsgespräch. Mit Informationen zu Rhetorik und Körpersprache wird der souveräne Auftritt der Bewerber unterstützt. Die Fachleute der Arbeitsagenturen am Messestand bieten zusätzlich einen Bewerbercheck an. Dabei werden u.a. die Bewerbungsunterlagen auf Vollständigkeit geprüft. Auf diese Weise vorbereitet, können Arbeitsuchende auf der Messe dann ihren potenziell neuen Arbeitgeber direkt ansprechen und sich erfolgreich bewerben.
Ein Messebesuch lohnt sich für Bewerber. Der Zahl der offenen Stellen in den Ingenieurberufen ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Die Zahl der arbeitslosen Ingenieure ging zurück. Gleichzeitig sind zahlreiche Unternehmen auf der Suche nach qualifiziertem Personal.
Unternehmen haben auf der Hannover Messe die Möglichkeit, am Stand der Bundesagentur ihre Stellenangebote zu präsentieren. Darüber hinaus stehen am Messestand der BA kompetente Ansprechpartnerinnen und -partner aus den Agenturen für Arbeit zur Verfügung. Das Team informiert vor allem über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufschancen im Bereich des Ingenieurwesens. Darüber hinaus geben Spezialisten des Europaservice und Berater aus der ManagementAgentur Europa der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung in Bonn (ZAV) Auskünfte zu Fragen nach Jobs auf dem internationalen Arbeitsmarkt.
Die Besucher finden am Stand der BA neben kostenlosen Informationen zum Mitnehmen auch Computerterminals zur Selbstinformation. Hier haben sie Zugriff auf den Internet-Auftritt der BA mit der Jobbörse, dem Berufsinformationssystem BERUFENET sowie KURSNET, die Datenbank für Aus- und Weiterbildung. Die Systeme gehören zu den größten Informationsangeboten ihrer Art in Europa.
Das Messeteam der Bundesagentur für Arbeit steht für die Dauer der Ausstellung vom 16. bis 20. April täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr für Besucheranfragen zur Verfügung.
Quelle: BA
In den letzten Tagen, mussten Arbeitnehmer und Erwerbslose immer neue Schreckensnachrichten entgegen nehmen, in denen von Vollzeitbeschäftigten die Rede ist, deren Einkommen nicht reicht, um ein menschenwürdiges Leben zu führen oder wo Erwerbslose in die Zwangsarbeit getrieben werden sollen, nur, um den wohl nächsten Schritt der Arbeitnehmer Ausbeutung einzuleiten.
Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz, Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung, fordert nun sogar statt der Einführung eines Mindestlohns, die unteren Löhne von 3 oder 4 EUR - womöglich noch einmal zu senken, damit mehr Stellen entstehen.
Nicht genug, dass in Zeiten wie diesen, wertvolle Arbeitskräfte in den Händen der Zeitarbeitsbranche zu Dumpinglöhnen verschleudert werden, ohne das Betroffene sich wehren können, denn das Ausschlagen jeglicher Arbeitsgelegenheiten wird vom Staat mit empfindlichen Sanktionen bestraft. Nein, nun soll gerade im Bereich der unteren Lohngruppen noch einmal mit Unterstützung der Bundesregierung und deren Sachverständigen, Lohndumping als gesellschaftsfähig eingestuft werden.
Obwohl der Großteil der Bevölkerung für die Einführung eines Mindestlohns ist und wir reden von einen Mindesteinkommen nicht von einem Mindeststundenlohn ( gerne auch Mindestlohn genannt), der eben auch keine Existenz sichert, was nur ein Mindesteinkommen garantieren kann, wird dieser nicht umgesetzt. Innerhalb der EU ist ein Mindesteinkommen seit Jahren eingeführt worden und zeigt gute Ergebnisse, wie zum Beispiel bei der Armutsbekämpfung. Nur in der Bundesrepublik scheint das Thema Mindesteinkommen zu wenige politische Lobbyisten zu finden, die bereit sind , diesen Schritt zu gehen. Stattdessen muss man von Wirtschaftsweisen lesen, die der Einführung des Mindesteinkommen eine Massenarbeitslosigkeit voraussagen und als Alternative sogar Lohndumping in nie gekanntem Ausmass vorschlagen.
Was der Bundesbürger unternimmt? NICHTS! Man verlässt sich darauf, dass der Kelch an einem selbst vorüber geht und es nicht sein kann , was nicht sein darf. Man möge die Mitarbeiter der ehemaligen AEG fragen oder der ca. 60.000 Telekom-Angestellten , die sich auch nie haben vorstellen können, einmal mit Hartz-IV in einer Schlange vor der Tafel zu stehen, um dort für ein Stück Brot anzustehen, damit man nicht hungern muss, ob der Kelch heute noch an einem vorüber zieht?
Ob Ausbeutung noch ein Gewissen hat? Der Sozialticker beantwortet diese Frage mit einem klarem - NEIN! Gewissen heißt Verantwortung, Verantwortung das Menschen die in Lohn und Brot stehen von Ihrer Arbeit auch in der Lage sind, sich und die Familie zu ernähren.
Auch ein Landwirt bestellt kein Land, dessen Ertrag nicht rentabel ist, aber von deutschen Erwerbslosen erwartet man, dass diese bei Ernteeinsätzen ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, damit die Erzeugnisse mit hohen Gewinnen veräußert werden können, während der Erntehelfer selber kaum genug zum Leben hat ( von den Arbeitsbedingungen, gerade bei der Spargel-, Erdbeeren- und Gurkenernte nicht zu reden ).
Ist das Ziel der deutschen Arbeitgeberlobby Verhältnisse zu schaffen, wie man sie nur aus der Geschichte der Sklaverei kennt? Einige wenige die fast alles haben und ein Pulk von Arbeitskräften zu Dumpingpreisen ohne Alternative?
Ja so perfide ist es schon in Deutschland geworden. Wo der Bürger gerne bei den Kosteneinsparungen für Trinkwasser zur Minderung beitragen möchte und das “kostbare Nass” der Natur nutzen sollte, besteht für viele Regionen ein striktes Verbot der Verwendung.
Um was geht es? - Regenwasser
Das “nasse Element”, welches mehr oder weniger auf den Boden fällt, beanspruchen seit längerem sogar schon deutsche Amtsstuben, Wasserwerke und Zweckverbände und lassen sich diesen Fall zur Erde sogar noch teuer bezahlen. Millionen Jahre fällt es schon aus den Wolken und bisher mussten die “Nassgewordenden” sich nur wieder gegenseitig trocknen. Doch heute möchte der eine vom anderen Geld dafür haben, weil es von Oben nass herab fällt. Auch möchte er Geld bekommen, weil man ein Hof gepflastert hat und so das Regenwasser nicht mehr an dieser Stelle in den Boden absickern kann und wehe - das Wasser wird noch zu anderen Zwecken (zu was es ja eigentlich zur Erde kam) verwendet. Dann wird es richtig teuer und strafbar zugleich.
Man bedenke, zweidrittel der Erdoberfläche ist mit Wasserfläche bedeckt, aber nur weil es in den 80 m² großen Vorgarten der Familie Meier regnet, müssen diese dafür zahlen, weil es “Götter” in den deutschen Stuben gibt, die dieses Verhalten vom “Regenmacher” nicht für gut heißen lassen können. Könnten diese Personen das Wetter noch bestimmen, müsste Familie Meier wohl einen Antrag auf ein Antragsformular stellen, welcher zur Bewässerung ihres Vorgartens an bestimmten Tagen erlauben würde - gegen Bezahlung selbstverständlich.
In einem Land, wo jeder Bürger bis zu 150 Liter Wasser benötigt, möchte man doch schließlich jeden Tropfen aus den Geldbörsen der Verbraucher über die Wasseruhr abgerechnet sehen. Trinkwasser ist schon so teuer geworden, dass viele sich Regensammelgruben (Zisternen) wieder einbuddeln lassen, um die Kosten noch tragen zu können. Genau dieses Verfahren, wird in vielen Gebieten Deutschland´s verboten, denn man wünscht kein Regenwasser als Brauchwasser im Abwasser und mahnt die Verbraucher mit horrenden Pauschalstrafen ab.
Kommt dann bald auch noch die Luftverbrauchsabgabe, denn immerhin ziehen einige mächtige Nebenluft, vor allem die, welche schon den Regen auf ihrer Gehaltsliste zu stehen haben? Eine Blaue Marke an der Stirn (rot, grün und gelb sind ja schon für die Abgase vergeben) würde den sparsamen Umgang mit der Luft kennzeichnen. Leider würden dabei all die keine Blaue Marke angeklebt bekommen, welche sich mit dem Regenwasser angefreundet hatten, denn die schnappen förmlich nach Frischluft, wenn die Rechnungen aus dem Wasserbetrieb kommen. Und dabei hatten sie doch so gespart gehabt - mit dem Nass aus dem Hahn. Das traf viele wie ein Blitz aus allen Wolken … ups - da wollen wir nicht noch schlafende Hunde wecken, sonst berechnet man noch den Energieüberschuss bei einem Blitzeinschlag und fordert diese Kilowatt in Bargeld vom Kunden zurück.
Wasserkreislauf hieß es gestern - finanzieller Teufelskreis heute !!!
Glauben Sie nicht, oh doch - so soll es sein, im Hessischen Schulsystem. Lehrkräfte, welche auf “Stütze” in den Ferien angewiesen sind, weil man deren Verträge zum Beginn der Ferien auslaufen lässt, erzürnt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Hessen - jedoch glaubt ein hessisches Kultusministerium somit das Schulsystem weiterhin halten zu können. Dabei ist das Konzept ein völlig einfaches und unverständliches zugleich.
Während eine verbeamtete Lehrerin vor Jahren mit ihrem Ehemann nach Australien gezogen ist, kann diese Stelle in Deutschland nicht neu besetzt und nur durch Vertretungslehrer mit einem Zeitvertrag belegt werden. Diese enden dann regelmäßig pünktlich vor den Sommerferien. Während dieser Zeit müssen sich die Lehrer arbeitslos melden und beziehen statt Landesgelder - Bundesgelder (Arbeitslosengeld) und sind daher aus den Büchern der Landesväter gestrichen. Haushaltskonsolidierung nennt man dies und weil die in Australien sitzende Lehrerin während der Ferien nicht vertreten werden braucht, kann die in Deutschland lebende Lehrerin in dieser Zeit zum “stempeln” gehen, denn in den Ferien bedarf es keiner Vertretung, sondern nur während der Schulzeit, wo die Verträge neu der Finanzlage verhandelt werden.
Achja, die Begründung, warum denn diese (eigentlich freie) Stelle nicht durch eine unbefristet eingestellte Lehrkraft vergeben werden könnte, ist doch klar verständlich - oder? Die Lehrerin, welche sich seit Jahren in Australien befindet könnte ja mal wiederkommen und dann benötigt sie ja ihren Arbeitsplatz. Wurde eigentlich ein Pisa-Test beim Hessischen Kultusministerium durchgeführt oder nur zum Problemfall erklärt?