Offener Brief an Frau Merkel

Sehr geehrte Frau Kanzlerin Merkel!

Sehr geehrte gesellschaftlich Verantwortliche, Politiker, Medienleute, usw.!
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger!

http://www.weltwoche.ch – Text vom 3.6.16

Da haben Sie, Frau Merkel, nun – am 31.5. – mit „widerwärtig“ noch einmal nachgetreten, um wirklich klarzumachen, was man im modernen, meinungsfreien Deutschland sagen und was besser nicht sagen darf und sollte.

Herr Gauland hat sich entschuldigt – und ist sich nicht sicher, überhaupt das gesagt zu haben, was ihm eifrige Journalisten in den Mund gelegt haben.
Bei der AfD ist man ja wachsam dabei, jedes „kritische“ Wort gleich an die große Glocke zu hängen und (möglichst) negativ auszulegen.

Das Leben ist schon schwer genug.
Viele Menschen hierzulande kämpfen sich durch ihren Alltag – im Behördendschungel, mit Krankheiten, Geldmangel, Stress auf der Arbeit, Problemen mit den Kindern und Jugendlichen, alten, zu pflegenden Eltern, schwierigen Nachbarn, maroden Häusern, usw.

Ich bin froh, wenn ich eine stabile, ruhige und „konstruktive“ Nachbarschaft habe.
Ich kann keine zusätzliche (unnötige) Aufregung gebrauchen. Ich muss mich auf das Wesentliche konzentrieren, um zu bestehen und durchhalten zu können.

Jeder Mensch muss das für sich selbst herausfinden, was für ihn / sie wichtig ist.
Wie er / sie sein Leben (derzeit) gestalten will und kann.
Es gibt auch Menschen, die am liebsten „aussteigen“ würden aus diesem Leben.
Die eigentlich nicht mehr können. Ich kenne mehrere. Und das ist ganz schön traurig.

Sie, Frau Kanzlerin, und die anderen Politiker, reden in großen Tönen:
Tolle Wirtschaft. Alles super. Usw.

Es gibt Eltern, deren Kinder eine Berufsausbildung und 2 Studien haben, die aber keinen passenden Arbeitsplatz finden!
Und die Politik (und Wirtschaft) jammert – „Fachkräftemangel“!

Eine Altenpflegerin sagte mir letztens, in ihrem Altenheim stehe leider schon länger nicht mehr der MENSCH im Mittelpunkt!

Ich erlebe alte Menschen, die aus einer „Reha“ im Krankenhaus kränker wieder herauskommen, als sie hineingegangen sind!
Formal – von der „Dokumentation“ her – sieht alles prima aus.
Die Realität ist aber anders.

In Kindergärten, in der Schule – die Dokumentationspflichten nehmen überhand.
Es bleibt immer weniger Zeit für den Menschen – und die Menschlichkeit!

Ein Wust von Neuerungen und „Verbesserungen“ überflutet die Mitarbeiter in allen Bereichen, auch in Behörden, Betrieben, Apotheken, Arztpraxen, Krankenhäusern.

Die hochgelobte „4.0-Technologie“ beschäftigt die Menschheit.
Aber sie vergrößert die Abhängigkeit!
Meiner Beobachtung nach führt die „Technikhörigkeit“ zur zunehmenden Verdummung der Menschen. Statt den Weg zu wissen – oder eben mithilfe der Karte zu finden – programmiert man nun das Navi – und hofft, Google oder wer auch immer werde einen sicher und gut ans Ziel führen.

Die europäischen Staaten und Länder „vertrauen“ darauf, sollen darauf vertrauen, dass die „Zentralregierung“ in Brüssel alles gut regele –
und das „Schiff Europa“ gut durch die Zeiten lenke… .

VERTRAUEN – die Grundlage für positives menschliches Zusammenleben.

Frau Merkel, ICH habe KEINES!

Ich erlebe viel zu viele Missstände. Allerorten.

Ich habe mir gerade einen kleinen PKW gekauft, um nicht mit der großen „Familienkutsche“ so viel Benzin zu verfahren. SIE fördern mit 5000 Euro (schwer erarbeiteten Steuergeldern!) die Menschen, die sich eine E-Auto für über 10 000 Euro kaufen (können).
Meine Freunde wissen nicht, wie sie nach der Hälfte des Monats noch ihr Leben bestreiten, ihre Kinder satt bekommen sollen! Der Monat ist zu lang für‘s Geld!

Da müssen Monat für Monat zunächst die „dringendsten“ Rechnungen bezahlt werden.
Und ein Rattenschwanz von Schulden und Verpflichtungen bleibt – und lastet schwer und schwerer.

Die Politik vergeudet und verbaut Millionen und Milliarden in (unnötigen) Prestige-Großprojekten wie Stuttgart 21, Berliner Flughafen, Elbphilharmonie, usw.

Ich als Bürgerin fühle mich von Ihnen nicht vertreten.
Sie sind zwar die „Obrigkeit“ – steht auch in der Bibel (Röm. 13,1).
Jesus sagt in Mt.22,21 zur (hinterlistigen) „Steuerfrage“, gerichtet an die Pharisäer:
„Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist – und GOTT, was GOTTES ist.“

Wir können in gewisser Weise dankbar sein, in diesem System zu leben, da doch relative Freiheit und Wohlstand herrschen.

Aber die Politik der „freien Märkte“ zeigt (mir) klar ihre Begrenzungen und Schwächen!

Da, wo der Preiswettbewerb die eigene Produktion in die Knie zwingt – weil nur noch mit „Arbeitssklaven“ in Billiglohnländern gefertigte Waren „konkurrenzfähig“ sind.

Da, wo Pharmafirmen ihr Hauptaugenmerk auf das Gewinnen von Ausschreibungen für „Medikamentenlose“, Ausschreibungen der Krankenkassen, setzen (müssen!).
Weil man, nur wenn man den höchsten „Kassenrabatt“ anbietet, eine Chance hat, dass die produzierten Medikamente über die gesetzliche Krankenkasse abgerechnet werden dürfen. Andere Präparate darf die Apotheke nicht abgeben. Macht sie einen Fehler, haben die Krankenkassen das Recht, GAR nichts zu bezahlen! (Apothekerin – mein Beruf!)
Die Höhe der „Rabatte“, die die Pharmafirmen den kranken Kassen nach Abgabe und Abrechnung (über die zentralen Abrechnungsstellen für Rezeptabrechnung – von den Apotheken bezahlt) (zurück-) zahlen, ist geheim.

Da ist der Mauschelei Tür und Tor geöffnet!

Die Qualität der Arzneimittel spielt keine Rolle mehr. Wie mit Vernunft und Verstand in Kontinuität – und möglichst hierzulande – produziert werden kann.
Hauptsache billig (Roh- und Wirkstoffe aus Indien o.ä.)

Die aktuelle Politik versucht, den Markt (den all-verherrlichten) über Subventionen zu beeinflussen. So werden in Brüssel oder anderswo ständig neue Subventionen beschlossen für etwas, was dort als „förderungswürdig“ erkannt wird.

Ob das aus Sicht des jeweiligen Landes und der Bürgerinnen und Bürger dort sinnvoll und vordringlich ist – ob den Bürgern dort nicht vielleicht ganz andere Probleme unter den Nägeln brennen – in Brüssels Glaspalästen interessiert das doch niemanden wirklich.

Hauptsache die Bezüge fließen regelmäßig auf das Konto. Und nicht zu wenig.
Und das System wird weiter gespeist und erhalten.

Sie, Frau Kanzlerin, haben gerade in Verdun das 12,5 Millionen teure Denkmal „gefeiert“.
Die dort auftretenden Jugendlichen waren von unseren Steuergeldern „gesponsert“, um da zwischen den Grabkreuzen „herumzutanzen“.
„Schöne Bilder“ produzieren – das können Sie!

Leider denke ich an meine Freundinnen, denen Jugendämter, im Verein mit Gerichten, aus verschiedenen Gründen ihre Kinder weggenommen haben – und die nun, teils seit Jahrzehnten – OHNE ihre geliebten Schätze durchs Leben gehen müssen!

Ich denke an die Menschen, die durch sexuelle oder gewaltsame Übergriffe – von wem auch immer – für ihr Leben traumatisiert sind. Die unter den gesundheitlichen und seelischen Folgen leiden. (Und Versicherungen sitzen am längeren Hebel, möglichst wenig oder nichts zahlen zu müssen.) Der Schaden ist auch durch GELD nicht gutzumachen! Es ist verlorenes, zerstörtes Leben! Unwiederbringlich.

Ich denke an die Menschen, die sich in ihrer Wohnung oder auf der Straße nicht mehr sicher fühlen – weil bereits eingebrochen worden ist oder sie bzw. Nachbarn oder Bekannte schon Opfer von Diebstahl, Belästigungen, Gewalt geworden sind.

Ich denke an Betroffene von Ehen oder Beziehungen mit islamischen Mitmenschen – wo Kinder ins Heimatland des Mannes entführt wurden oder werden (ich kenne Betroffene), wo Partner unter Druck gesetzt werden, bis hin zum Mord, zum Beispiel aus Eifersucht, wenn eine Trennung droht/e.
Ein Bekannter von mir ist in der Psychiatrie verstorben, weil er eine Freundschaft mit einer muslimischen Frau hatte. Deren Eltern jedoch waren dagegen.
Die folgenden „Verwicklungen“ hatten für ihn schwerwiegende Folgen.
Dieser Mann weilt nun nicht mehr unter uns. Ich habe ihn gekannt und gemocht.

Die fremden Kulturen, die aktuell massiv unter uns Einzug halten, bringen neue Problematiken mit. Es sind Themen, die das menschliche Zusammenleben im Kern und im Alltag betreffen. Die hochgelobte „Integration“ wird zentral von den Bürgerinnen und Bürgern in der Nachbarschaft, den Mitarbeiterinnen in den Schulen und Kindergärten, den Inhabern und Mitarbeiterinnen der Geschäfte und Firmen, der Verwaltung geleistet.

Die Politik redet schöne Worte. Verspricht „Geldsegen“.

Das praktische LEBEN ist anders, sieht anders aus.

Ich habe in Leipzig, wo ich zum Katholikentag war, mehrere Bürger getroffen, die schwer enttäuscht und desillusioniert waren ob der negativen Veränderungen, die ihre Stadt im Zuge der zunehmenden Besiedlung durch ausländische Mitbürger macht.
Ganze Straßenzüge sind verwahrlost und „verslummen“ (Originalton Leipziger Bürgerin).

Ich hatte an der Tram-Haltestelle herumliegenden MÜLL aufgenommen und in den Müllbehälter entsorgt. Das hatte sie beobachtet und reichte mir, nun in der Straßenbahn, ein Desinfektionstuch.
Sie meinte, das habe ja keinen Sinn – der Verfall sei sowieso nicht aufzuhalten.
Die Drogen hätten Einzug gehalten – und damit viele andere negative Einflüsse.

Mich macht das alles sehr traurig!
Mich stört der DRECK und MÜLL, der an so vielen Orten herum(f)liegt.
Mich stören politische und mediale Diskussionen, die völlig über den Köpfen der Bürger liegen – und die die tatsächlichen Sorgen der Bürgerinnen und Bürger negieren.

Mich stört das Überangebot an (unnötigem) Zeugs –
das Folge des „freien Marktes“ ist, der im heutigen (real existierenden) kapitalistischen System verherrlicht (und angebetet!) wird.

Die Folgen: Viel Müll. Hoher Energiebedarf. Überforderung der Bürger – die infolge des Angebot- und Werbedrucks umso leichter in die Schuldenfalle rutschen.
Briefkästen voll mit Werbesendungen. Um im Wettbewerb bestehen zu können.

Was bietet die Politik und die Gesellschaft an Hilfestellungen?
Welche WERTE spielen heute eine Rolle?
Welche Konzepte stehen da – und bieten zum Beispiel Halt und Orientierung?

Ich finde keine, die mich überzeugen.

Freie Märkte. Freies, immer schnelleres Internet. Immer aufwendiger gemachte Online-Spiele. 3 D-Brillen. Irreale Welten. Kinofilme, die immer grausamer, aufsehenerregender, „perfekter“ gemacht sind. (Mehr Tote. Gewalt). Lebensmittel in allen Varianten. Kosmetika jeder denkbaren Form. Putzmittel, eines für jedes „Schmutzproblem“. (In der DDR gab es Formalinlösung und Fit für alles!) Konsum. Freies Sexualleben. Drogenkonsum freigeben. Alkohol. Alle Geschmacksrichtungen und Ausführungen zu kaufen und zu probieren. Immer Neues. Aktuelles. (Herr Obama lässt grüßen… – Wirtschaft, wachse!!!)

Sind die Menschen glücklich und erfüllt?

Sie haben keine Zeit – jedenfalls die, die Arbeit haben.
Immer mehr „müssen“ auch Mütter bereits junger Kinder arbeiten, um Strom, Wohnen, den Lebensunterhalt zu verdienen.
Die Menschen, die keine passende Arbeit finden, existieren „am Rande“.
Wie auch immer. Keiner interessiert sich für sie und ihr Ergehen.
Nur die „Form“ müssen sie (für das „Job-Center“) erfüllen – ansonsten gibt es sehr schnell kein Geld mehr! Und wie das Leben dann weitergeht – wen interessiert das?

Sanktionen auf null sind sehr schnell da. Schockierend.
Ein guter Freund von mir war davon betroffen. Ich war mit ihm auf dem Amt.
Er sucht nun seit Jahren nach einer Wohnung zusammen mit seiner Frau, der man ihr Baby Maria (von einem afrikanischen Mann) mit 1,5 Tagen, noch im Krankenhaus, weggenommen hat. Erst ins Heim – dann in eine (gut bezahlte) Pflegefamilie.
Aktuell lebt der Freund (noch) in schwierigen Verhältnissen mit Mutter und (psychisch krankem) Bruder – beide rauchen viel – zusammen in einer 2-Zimmer-Wohnung in Bonn.
Die kleine Maria ist jetzt 5,5 Jahre – seit 4,5 Jahren durfte ihre Mutter – und der Partner natürlich sowieso – sie nicht mehr sehen! Es gibt nur ein paar Fotos.
Das Kind ähnelt der Mutter äußerlich sehr. Eine Pflegefamilie wird aus Steuergeldern dafür bezahlt, ihr Kind großzuziehen! Die Mutter war bis vor ein paar Monaten für 7 Monate in der Psychiatrie. Ohne wirklich krank zu sein.
Sie ist krank gemacht – vom „System“, in dem wir leben.
Was Sie, Frau Kanzlerin, vertreten und „schönreden (müssen).
Um es zu erhalten. Sie leben – wir leben davon und darin.

Was macht das Leben aus?
Was macht es wert(e) voll?
Was bleibt von dem ganzen Rennen und Hasten?

Ich bin froh, dass ich an Gott und Seinen Sohn Jesus Christus glaube.
Der eine Perspektive über diese Welt hinaus gibt.
Unser christlicher Gott, der Vergebung und Versöhnung möglich macht.
Gott, der die Tränen abwischen wird – auch, wenn es so brutal schmerzt!!!

Ich würde es unseren durch Schweres gehenden Mitbürgerinnen und Mitbürgerinnen gerne schon heute wünschen.
(Vertröstung auf‘s Jenseits – deshalb kann man auch vom Glauben abkommen.)

Wer hat in all den „problematischen Systemen“ vor unserem „widerstanden“?
Wer hat die Stimme erhoben gegen Unrecht? Gegen Ungerechtigkeit?
Wer hat gegen Missstände protestiert?
Und dabei konstruktiv nach besseren Lösungen gesucht?

Ich wünschte mir eine Politik, die das täte.

Ich sehe leider keine Politik, die das tut.

Ich habe einen Traum… .

Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen!

Quelle: Almut Rosebrock, 2-fache Mutter, wache Bürgerin (Diskussionen)

4 Gedanken zu „Offener Brief an Frau Merkel“

  1. Was hilft es, sich an Politiker zu wenden, die genau so „gestört“ sind wie einige der hier beschriebenen Menschen, nur auf anderem finanziellem Niveau und sich gegenseitig bestätigend? Was hilft Klage, wenn das Problem dieses Gesellschaftssystem ist, in dem wir leben, und das von innen nicht geändert werden kann, da Systeme sich immer so einrichten, dass sie sich erhalten? Und – kleiner Nachtrag – wir leben seit 2000 Jahren im Abendland in einem christlichen System.

  2. Das Unterschreibe ich sofort !

    Nur leider hat MONIKA MAGG völlig recht.

    Es interessiert weder Frau Merkel nioch sonst einen Poltschergen !

    Das ganze Zeckenpack da oben gehört SOFORT und ohne Bezüge in die Wüste geschickt !!

  3. zitat: Das ganze Zeckenpack da oben gehört SOFORT und ohne Bezüge in die Wüste geschickt !!

    Na dann müssten wir uns nicht wundern wenn auch die letzten Beduinen auswanderten….. anderen Menschen unser selbst herbeigeführtes Übel aufzuhalsen ist keine Option, sondern mehr ein Verbrechen.

    Aber das Zeckenpack ist nicht das wahre Übel sondern nur die Auswirkung eines viel tieferen Übels. Wir brauchen eine andere Politik und nicht in paar andere Clowns an den Fäden der Strippenzieher, etwa dem Kapital, der Wirtschaft und ganz besonders der Lobbyistenmafia. Und es wäre sicher hilfreich unsere „Werte“ zu hinterfragen.
    Die immer gern gesehene uns geht es gut Mentalität stützt sich jeden Tag auf tausendfaches Leid und Tob…… aber das spielt sich weit weg von uns ab und uns erscheint es als passiere es gar nicht.

  4. Ja die da oben machen ihr ding,
    und sie interessieren sich für die unten nur bedingt, leider ………………

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