Nur Kleckerbeträge für den Osten

„Fremdenhass hat Ursachen: Es ist pure Heuchelei der Bundesregierung, jetzt erstaunt zu tun, aber jahrelang nichts gegen den Frust im Osten unternommen zu haben. Noch immer gibt es 20 Prozent niedrigere Löhne und Gehälter im Osten. Die ostdeutsche Wirtschaftskraft ist seit Jahrzehnten viel schwächer als die westdeutsche“, erklärt Susanna Karawanskij, Ost-Koordinatorin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den aktuellen Jahresbericht zur Deutschen Einheit. Karawanskij weiter:

„Der Osten ist keine Chefsache für die Bundesregierung. Gegen Abwanderung gibt es von Kanzlerin Merkel nur kleine Pilotprojekte und wohlmeinende Worte. Die hohe Kinder- und Frauenarmut im Osten nimmt die Bundesregierung gleichgültig hin. Zur Unterstützung der kleinteiligen Ost-Wirtschaft hat sie nur Kleckerbeträge übrig.

Wichtigster Anreiz gegen Abwanderung sind aber gerechte Löhne und Gehälter. Ostdeutschland braucht eine ernsthafte Unterstützung zur Ansiedlung von leistungsstarken Unternehmen. Außerdem fordert DIE LINKE die seit Jahrzehnten versprochene Angleichung der Rentenwerte unter Beibehaltung der Umrechnung, sonst will doch niemand mehr im Osten arbeiten und Rentenpunkte sammeln. Auch in Zukunft brauchen wir eine finanzielle Förderung der strukturschwachen Regionen in Ost und West durch einen Solidarpakt III.

Die guten Nachrichten des Jahresberichts weiß die Bundesregierung nicht anzunehmen: Es gibt im Osten ein selbstbewusstes Frauenbild, das als Vorbild für die ganze Republik dienen kann. Ost-Frauen sind umfassender erwerbstätig und leben ein emanzipierteres Rollenverständnis.

Kanzlerin Merkel behandelt die Ostdeutschen immer noch als Menschen zweiter Klasse. Bei den letzten Wahlen im Osten hat sie dafür die Quittung bekommen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

Ein Gedanke zu „Nur Kleckerbeträge für den Osten“

  1. Natürlich hat der Fremdenhass Ursachen. Aber die liegen eben nicht bei der Heuchelei der Bundesregierung, wohl mehr bei der damaligen Regierung der SPD und den Grünen, die Hartz IV aus der Taufe gehoben haben.

    Trotzdem hat der Fremdenhass im Osten andere Ursachen. Sehr wohl gab es im Osten selbstbewusste Frauen… aber die gibt es dort nicht mehr. Die haben alle getreu dem Ruf „go west“ rübergemacht und haben sich im Westen ein besseres Leben aufgebaut. Auch die gut ausgebildeten Männer – und nur die – waren diesem Ruf gefolgt. Zurückgeblieben sind also befremdliche männliche Spezies mit maximal Grundschul-Ausbildung. Diese waren eben frustriert und suchten sich ihre
    Gesellschaft in zwielichtigen Jungmänner-Vereinen, aus denen dann der Fremdenhass gewuchert ist. So einfach es klingen mag: Die Ursache war eine sexuelle Frustration.

    Die versprochenen blühenden Landschaften waren in Wirklichkeit eine staubtrockene, lieblose Leere. Welcher Industrielle wollte da investieren wollen? Es stellt sich bloß die Frage, wen man vor wem schützen sollte? Die Ausländer vor den Hasserfüllten oder die Hasserfüllten vor der Zerstörung der Umwelt und dem wohlmeinenden Ruf unseres Landes. Wildgewordene Affen steckt man in einen Käfig. Wäre das vielleicht eine Idee? Ist das erst mal erledigt, dann kommen auch die Investoren wieder. Es ist schon eine Karikatur, wenn die eigene Bevölkerung von Deutschland Ost den Aufstieg ihres Teillandes behindert. Völlig absurd ist die Partei der AfD, die mit ihren kruden Ansichten aus dem Osten hier einfielen und ebenso gut auch aus dem Urwald hätten kommen können.

Kommentare sind geschlossen.