Neuer Medikamentenplan schützt Patienten

Die Medikamenteneinnahme soll sicherer werden: Wer drei oder mehr unterschiedliche Tabletten pro Tag einnimmt, hat ab dem 1. Oktober Anspruch auf eine Übersicht vom Arzt. Der neue Medikamentenplan – im Fachjargon Medikationsplan – enthält wichtige Informationen zu den Wirkstoffen und zur Einnahme. Jeder Arzt kann den Plan auf Wunsch des Patienten ausstellen. Der neue Service, den das Bundesgesundheitsministerium initiiert hat, ist kostenlos.

Medikamente sollen den Patienten nutzen. Werden sie jedoch falsch kombiniert, können sie das Gegenteil bewirken. Denn manche Wirkstoffe beeinflussen sich gegenseitig – gefährliche Wechselwirkungen sind die Folge. Um das zu vermeiden, gibt es ab dem 1. Oktober den neuen, bundesweit einheitlichen Medikamentenplan für Menschen, die drei oder mehr Arzneimittel nehmen müssen. Auf der Übersicht dokumentiert der Arzt alle Arzneimittel des Patienten.

„Damit der neue Medikamentenplan für mehr Sicherheit sorgen kann, ist die Mithilfe der Patienten gefragt“, kommentiert Michael Richter, Leiter der DAK-Gesundheit in Karlsruhe, den neuen Service. „Am besten vor dem nächsten Arztbesuch alle Medikamente notieren, die regelmäßig eingenommen werden – verschreibungspflichtige sowie rezeptfreie. Nur dann kann beispielsweise der Hausarzt eine vollständige Übersicht erstellen.“ Richter empfiehlt den Patienten in Karlsruhe den Medikamentenplan immer mit sich zu führen: „Dann können Ärzte und Apotheker bei jedem Besuch kontrollieren, ob alle Medikamente zusammenpassen.“ Der Medikamentenplan ist auf Initiative des Bundesgesundheitsministeriums entstanden und von Ärzte- und Apothekerverbänden entwickelt worden. 2018 wird die Kontrolle noch einfacher. Dann sollen alle Verordnungen auf der elektronischen Gesundheitskarte erfasst werden.

Weitere Informationen und Einnahmetipps gibt es im Internet unter www.dak.de/arzneimittel oder im DAK-Servicezentrum in Ihrer Nähe.

Quelle: DAK – https://www.dak.de