Nein zu Angeboten der Suizidassistenz

„Menschen am Lebensende gut zu begleiten und ihnen ein würdevolles Leben bis zum Schluss ohne große Schmerzen und mit guter Pflege zu ermöglichen, ist eine Aufgabe, die uns alle angeht“, betont Caritas-Präsident Peter Neher angesichts der heutigen Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages.

„Dass so intensiv darum gerungen wird, wie diese Begleitung am Lebensende gestaltet sein muss, zeigt die große Bedeutung dieses Themas für unsere Gesellschaft. Die Humanität eines Gemeinwesens wird in besonderer Weise sichtbar im Umgang mit den Menschen, die die Unterstützung und Hilfe anderer brauchen“, so Neher. Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der der Staat die notwendigen Rahmenbedingungen setzen müsse.

Es könne nicht darum gehen, diese letzte Lebensphase möglichst rasch beenden zu wollen. „Alle Angebote der Suizidassistenz sind abzulehnen“, stellt Neher klar. Die Schaffung solcher Angebote berge die Gefahr, dass die Lebensbeendigung durch Selbsttötung zur Normalität wird, die sich gravierend auf das Wertefundament einer Gesellschaft auswirkt. Sterbende und ihre Familie würden unter einen subtilen sozialen Druck geraten, sich für eine Selbsttötung entscheiden zu müssen. Der Mensch wäre in dieser verletzlichsten Phase seines Lebens in besonderer Weise gefährdet.

„Wir brauchen ein klares gesellschaftliches und politisches Bekenntnis der Unterstützung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen“, fordert Neher. „Wir brauchen keine Regelung der Professionalisierung der Suizidassistenz.“

Viele Menschen haben Angst davor, am Lebensende unter starken Schmerzen zu leiden, alleine zu sein oder ihren Angehörigen zur Last zu fallen. Diese Ängste gelte es ernst zu nehmen und entsprechende Angebote zur Begleitung und zur Schmerzlinderung zur Verfügung zu stellen. Gerade die Kirche und ihre Caritas engagieren sich hier in besonderer Weise. In Hospizen und anderen Einrichtungen werden Sterbende und ihre Angehörigen durch ein breites medizinisches, pflegerisches und seelsorgerliches Angebot begleitet.

Quelle: Deutscher Caritasverband e.V.

Anmerkung Sozialticker … der diese Assistenz mit anderen Augen sieht und sich nicht der Quälerei von Menschen anschließen möchte.