„Erlebende“ – so sollte es nach der Meinung einer Tante heißen, wenn es um vergewaltigte Menschen geht. Je nachdem, aus welcher Sicht man dieses Erlebnis zur Begeisterung erhebt, bleibt wohl offen in seinem Geheimnis. Erleben möchte man so vieles, aber nicht alles davon ist auch erlebenswert.

– Hartz IV z.B. – die größte menschenverachtende Sauerei, seit Hitlers Gedenken. Über 7 Millionen „Erlebende“ … erleben Tag für Tag ein vages Überleben.
– Bombenanschlag – wer es überlebt, der hat es erlebt und während es passiert, sind es Erlebende.
– Flutkatastrophen – auch ein Erlebnis der besonderen Art … aus dem Wasserhahn kommt nichts, aber die Wassermassen reißen alles ein … bei den Erlebenden.
– LKW in einer Weihnachtspassage – an sich nichts Besonderes, es sei denn, man liegt darunter und er/überlebt ein 5 – 40 Tonnen beklemmendes Gefühl
– Lottogewinn – für die Erlebenden ein Glücksgefühl, wenn man nicht aus Habgier bei Abholung erpresst, erstochen oder beraubt wird
– Torte ins Gesicht – lecker … muss man erlebt haben als Erlebender, wenn jedoch ein Auge bei drauf geht, dann macht es nur noch ein weiteres mal Spaß
– Flucht – egal vor was … da haben die Erlebenden wohl kein Bock auf Erlebnisse … oder wie?

Und so könnte man die Liste fortführen, jedoch ändert die rollenneutrale Beschönigung und das Verniedlichen von Erlebnissen nichts am differenzierten Faktum:

ES SIND UND BLEIBEN ALLES OPFER !!!

Weitere Informationen – KLICKKLACK und KLICKEKLACK, sowie KLACKKLACKKLACK.

1. März 2017