„Das von der Deutschen Rentenversicherung Bund geschätzte Rentenplus im nächsten Jahr von 1,5 bis 2 Prozent ist für die Rentner eine gute Nachricht.“ Das erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, am Donnerstag. „Es darf aber nicht verkannt werden, dass auch dieses mögliche Rentenplus die Einkommensverluste der Rentner seit dem Jahre 2000 bei Weitem nicht ausgleichen wird.“

Der Verbandspräsident betonte: „Diese Entwicklung reicht auf keinen Fall aus, um die drohende zunehmende Altersarmut für die kommenden Rentnergenerationen zu verhindern.“ Die Ursachen dafür seien sinkende Ansprüche aus der gesetzlichen Rente wegen Fehlentwicklungen am Arbeitsmarkt und aufgrund der gesetzlich festgelegten Absenkung des Rentenniveaus.

Die Volkssolidarität fordere, endlich die „Kürzungsfaktoren“ aus der Rentenformel zu streichen und so die Rente wieder stärker an der Lohnentwicklung zu orientieren, sagte Dr. Friedersdorff. „Das wäre ein Schritt, damit die gesetzliche Rente wieder ihrer ursprünglichen Aufgabe gerecht werden kann, den Lebensstandard und ein würdevolles Leben im Alter zu sichern.“ Die Volkssolidarität bleibe bei ihrer Kritik an der Absenkung des Leistungsniveaus der gesetzlichen Rente. „Wir treten weiterhin ein für das Ziel einer Rente, die den Lebensstandard im Alter sichern hilft.“

Der Verbandspräsident verwies auf die Vorschläge der Volkssolidarität zum Reformbedarf in der Alterssicherung, die der Verband kürzlich mit seinen „Rentenpolitischen Leitlinien“ vorstellte.

Quelle: Volkssolidarität

10. November 2016