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Minijobber-Zahlen: Kein Grund zur Entwarnung

Zu den aktuellen Meldungen über die Zahl der Minijobber erklärte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, in Berlin:

“Bei sieben Millionen Minijobbern kann es keine Entwarnung sein, wenn deren Zahl nicht mehr zunimmt. Deswegen ist die von CDU/CSU und FDP geplante Erhöhung der Einkommensgrenze der falsche Weg. Dies führt dazu, dass immer mehr Menschen in unsicheren Jobs sind, keine ausreichende soziale Sicherung haben und zum Teil auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.

Es ist falsch, wenn der Eindruck erweckt wird, dass die Minijobs den Beschäftigten helfen oder von ihnen gewollt sind. Sie helfen nur den Arbeitgebern. Fakt ist, dass 70 Prozent der Beschäftigten, die den Minijob als einzige Tätigkeit ausüben, ihre Arbeitszeit verlängern und dadurch höhere Einkommen erzielen wollen. Betroffen sind vor allem Frauen. Dies darf von der Politik nicht länger ignoriert werden.

In vielen Branchen werden die Erwerbsmöglichkeiten durch die von den Arbeitgebern bevorzugten Minijobs massiv eingeschränkt. So gibt es zum Beispiel im Einzelhandel bei rund drei Millionen Beschäftigten fast eine Million, die nur in einem Minijob arbeiten können. Dies führt zu schweren Verwerfungen in der Branche mit der Folge von Niedriglöhnen, instabiler Beschäftigung und wenig Aufstiegsmöglichkeiten. Auch für Langzeitarbeitslose sind die Minijobs eher eine Falle als ein Einstieg in den Arbeitsmarkt.”

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund - Pressestelle

Startseite - Veröffentlicht am: 25. Juni 2012 um 7:00 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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3 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von DerDemokrator am Montag, 25.6.2012.

Wie oft denn noch? Es muß jedem Volldeppen mittlerweile klar sein, das die Politik und damit meine ich Politiker überall auf der Welt, längst zu “Huren der Wirtschaft” geworden sind. Da ist es müssig darüber zu sinieren, was “könnte”, “sollte” oder “müßte”. Solange es gelingt immer wieder Keile in die Arbeitnehmerinteressen zu treiben, wird sich ausser frommen Sprüchen nichts tun. Das ist gewollt, so funktioniert Globalisierung im “Zeitalter fehlender Alternativen zum Börsenkapitalismus” nun mal.

Ciao
DerDemokrator


2. ... Kommentar von Korbacherjunge am Montag, 25.6.2012.

JA wir brauchen einen Mindeslohn von miendestens 9,- € sofort ,
und dieser Miendeslohn muss für alle Firmen sovort gelten und auch für alle Minijobber also für alle die im Monat nur bis 400,- € verdienen.


3. ... Kommentar von andy am Montag, 25.6.2012.

9€ ? Das meinen sie sicher nicht im ernst oder womöglich noch brutto?
Wenigstens 12-13 Euro müssten es schon sein um annähernd überleben zu können und das ist nichmal übertrieben!

Mfg Andy


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