Mindestlohn ist eine Frage der Würde und nicht verhandelbar

„Die Versuche einiger Arbeitgeberverbände, aus dem Leid der Flüchtlinge Kapital zu schlagen und sie für ihre Lohndumpingstrategie zu missbrauchen, sind eklig und unter aller Kanone“, kommentiert Jutta Krellmann, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die beim Arbeitgebertag geäußerten Forderungen, Flüchtlinge vom Mindestlohn auszunehmen. Krellmann weiter:

„Wenn Arbeitgeber Flüchtlingen eine Ausbildung oder Arbeit anbieten, ist das zu begrüßen, aber nur unter Einhaltung der hier gültigen sozialen Standards. Nur so kann Arbeit zu Integration beitragen. Arbeitsverbote und Vorrangprüfungen helfen hingegen nicht weiter. Angesichts der bereits existierenden Benachteiligungen von Flüchtlingen ist es umso verwerflicher, diese nun auch noch vom gesetzlichen Mindestlohn ausschließen zu wollen. Jetzt ist Haltung gefragt. DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, diesen Forderungen der Arbeitgeber eine klare und unmissverständliche Absage zu erteilen.

Der Mindestlohn ist noch nicht mal ein Jahr alt, und es wird immer deutlicher, wie angreifbar er durch die fatale Fehlkonstruktion mit diversen Ausnahmeregelungen ist. Damit Beschäftigte nicht gegeneinander ausgespielt werden, fordert DIE LINKE die Streichung sämtlicher Ausnahmereglungen beim Mindestlohn und zugleich dessen Erhöhung. DIE LINKE bleibt dabei: Gleiches Geld für gleiche Arbeit.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

Ein Gedanke zu „Mindestlohn ist eine Frage der Würde und nicht verhandelbar“

  1. „Mindestlohn ist eine Frage der Würde und nicht verhandelbar“

    folglich gesteht man H 4 Empfängern und Langzeiterwerbslosen in Deutschland keine Würde zu?

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