Mehr Geld für Familien mit kleinen Einkommen

Für Eltern mit niedrigem Einkommen wird der Kinderzuschlag zum Jahresbeginn 2017 erneut erhöht. Nach einer ersten Erhöhung im Juli 2016 auf 160 Euro, beläuft sich der Kinderzuschlag ab dem 1. Januar auf 170 Euro. Das hat das Kabinett heute (Mittwoch) beschlossen.

„Vor allem für Geringverdiener muss mehr getan werden, denn sie sind einem besonders hohen Armutsrisiko ausgesetzt. Mit der Erhöhung des Kinderzuschlags erreichen wir zwei Dinge: Wir unterstützen damit mehr Familien mit kleinen Einkommen, gerade auch jene, die viele Kinder haben. Und wir stärken sie darin, ihr Einkommen selbst zu erwirtschaften und dauerhaft auf sicheren Füßen zu stehen,“ erklärte Bundesfamilienministerin Schwesig.

Zudem hat sich das Kabinett darauf verständigt, dass im Rahmen der Beratungen von Bund und Ländern zu den Finanzbeziehungen auch eine Verbesserung des Unterhaltsvorschusses erreicht werden soll.

Dazu sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Wir müssen Alleinerziehende, die keinen Unterhalt vom Partner für die Kinder bekommen, besser unterstützen. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass der Unterhalt konsequent von den nichtzahlenden Elternteilen zurückgefordert wird.“

Zum Hintergrund:

Kinderzuschlag

Kinderzuschlag können Elternpaare und Alleinerziehende für ihr Kind erhalten, wenn dieses unverheiratet, unter 25 Jahre alt ist und in ihrem Haushalt lebt und wenn die Eltern für dieses Kind Kindergeld beziehen. Außerdem sind weitere Voraussetzungen zu erfüllen: Zum Beispiel müssen die monatlichen Einnahmen der Eltern mindestens 900 Euro für Elternpaare und 600 Euro für Alleinerziehende betragen und dürfen eine bestimmte Grenze nicht überschreiten.

Die obere Einkommensgrenze liegt zum Beispiel für ein Elternpaar mit zwei Kindern und einer monatlichen Miete von 690 Euro warm bei ca. 2400 Euro brutto. Für ein Elternpaar mit drei Kindern und einer monatlichen Miete von 780 Euro warm liegt sie bei ca. 3000 Euro. Und für Alleinerziehende mit einem Kind und einer monatlichen Miete von 560 Euro warm liegt die Einkommensgrenze bei 2000 Euro brutto.

Wer Anspruch auf Kinderzuschlag hat, kann zusätzlich Bildungs- und Teilhabeleistungen in Anspruch nehmen.

Unterhaltsvorschuss

Beim Unterhaltsvorschuss ist vorgesehen, die Altersgrenze von 12 auf 18 Jahre anzuheben. Außerdem soll der Unterhaltsvorschuss künftig ohne zeitliche Befristung bezogen werden können. Bisher ist die Bezugsdauer auf 72 Monate begrenzt. Ziel ist es, dass Bund und Länder im Rahmen der Beratungen zu den Finanzbeziehungen die dazu erforderliche Finanzierung klären.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Internet unter www.bmfsfj.de bzw. www.Familien-wegweiser.de

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

2 Gedanken zu „Mehr Geld für Familien mit kleinen Einkommen“

  1. > Mehr Geld für Familien mit kleinen Einkommen

    ….wenn es nicht so makaber wärer könnte man sich kaputt lachen.

    „Vor allem für Geringverdiener muss mehr getan werden, denn sie sind einem besonders hohen Armutsrisiko ausgesetzt. Mit der Erhöhung des Kinderzuschlags erreichen wir zwei Dinge: Wir unterstützen damit mehr Familien mit kleinen Einkommen, gerade auch jene, die viele Kinder haben. Und wir stärken sie darin, ihr Einkommen selbst zu erwirtschaften und dauerhaft auf sicheren Füßen zu stehen,“

    Nun ja, eben typisch BLOND. Wer hat die Leute denn in Armut und Hungerlöhne getrieben?
    Wegen dieser Wohltaten – hier ZWEI € Kindergeld, da Kinderzuschlag (und punktgenau jene die nichts haben bekommen wieder nichts) usw. werde ich diese Bande aus SPD und CDU sicher NICHT wählen…… dann gleich die AfD. Die will die Bedürftigen ganz human verhungern lassen, ein Ende mit Schrecken ist da allemal besser als ein immer wieder neu aufgelegter Schrecken ohne Ende.

    „Kinderzuschlag“ das dürfte durchaus mal wörtlich genommen werden, etwa derart dass sich die Kinder mit einem kräftigen Zuschlag bei den Verantwortlichen für ihre Lebenssituation und Zukunftschancen bedanken….. da bin ich aber froh nicht zu den Verantwortlichen zu gehören, die Kids würden mich wohl in einem Sturm gelebter Dankbarkeit totschlagen.

  2. Kinder kosten Geld, das ist wohl wahr. Deshalb soll und kann der Zuschlag zum Kindergeld (ab Jan. 2017 170 Euro) nur dazu dienen, den Familien mit Kindern und Alleinerziehenden den Job zu erhalten und sie vor Hartz IV zu bewahren. Heute wie damals gilt auch weiterhin: Kinderreichtum ist ein Armutsrisiko.

    Gerade die Alleinerziehenden werden es dankbar zu schätzen wissen, wenn der Unterhaltsvorschuss nicht nur auf das 12te Lj. des Kindes beschränkt bleibt, sondern bis zum 18ten Lj. erweitert werden soll. Der Streit um den Unterhalt soll nicht auf deren Rücken ausgetragen werden.

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