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Maßnahmen gegen wachsende Ungleichheit notwendig

Bild: Volkssolidarität Bundesverband e. V.“Die soziale Ungleichheit nimmt zu, wie zwei aktuelle Studien zeigen. Kein Wunder, dass viele Menschen dies als Gerechtigkeitsdefizit empfinden. Wenn vom Aufschwung nur die großen Unternehmen und die Vermögenden etwas haben, gehört die Verteilungsgerechtigkeit wieder auf die politische Tagesordnung.” Damit reagierte der Präsident der Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, auf die Aussagen der Untersuchungen zweier Wirtschaftsforschungsinstitute zu Aufschwung und Einkommensentwicklung.

Winkler sagte weiter: “Die Wirtschaftsforscher vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) haben Recht, wenn sie von einer neuen Qualität des Aufschwungs sprechen, weil die Beschäftigten ebenso wie Rentner, Arbeitslose und sozial Benachteiligte noch nie so abgekoppelt wurden von der wirtschaftlichen Entwicklung. Es stimmt etwas nicht, wenn die Nettolöhne seit Ende 2004 um 1,5 Prozent und Sozialtransfers, darunter Renten, um fast sechs Prozent sanken, während gleichzeitig die Bruttogewinne von Unternehmen und Kapitaleignern um 25 Prozent stiegen. Das hat nichts mit sozialer Gerechtigkeit zu tun und verschärft die soziale Ungleichheit.”

Das bestätige auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in seinem aktuellen Wochenbericht. “Der Aufschwung hat an der Einkommensungerechtigkeit nichts geändert, stellt auch das DIW fest”, so Winkler. Wenn sogar die Mittelschichten immer stärker betroffen seien und die Zahl der von Armut bedrohten Personen zunehme, könne die Politik nicht nach dem Prinzip “Weiter so” handeln. Der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes forderte ein politisches Konzept gegen die wachsende soziale Ungleichheit. Diese bedrohe auch das demokratische Gemeinwesen.

Winkler verwies in dem Zusammenhang auf die gemeinsame Initiative von Volkssolidarität und Sozialverband Deutschland (SoVD) “Sozialabbau stoppen! Sozialstaat stärken!”. Ziel sei ein “Sozialstaat, der soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit aktiv gewährleistet”. “Der Gegensatz von Arm und Reich verschärft sich immer mehr”, stellen beide Verbände fest. Sie fordern “einen gerechten Anteil für alle Menschen in unserem Land am wirtschaftlichen Aufschwung” sowie die wirksame Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung.

Weitere Informationen unter www.sozialabbau-stoppen.de

Quelle: Pressemeldung Volkssolidarität

Zurück zur Startseite - Veroeffentlicht von: Steinbock   am: Mittwoch, 5. März 2008 - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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